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Wo der Spaß aufhört …

Da soziale Netzwerke für Jugendliche eine große Rolle spielen, tragen sie dort auch Konflikte aus. Welcher Art diese Konflikte sind und wie sie damit umgehen, zeigt eine aktuelle Studie, die vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis durchgeführt wurde.

Komplexes System von Online-Regeln
Jugendliche haben, so ein der Ergebnis der Studie, einen sehr differenzierten Blick auf Online-Konflikte. So unterscheiden sie zwischen Spaß-Streits, Meinungsverschiedenheiten, Streitereien und Mobbing. Dahinter liegt ein komplexes System aus Regeln, wie man bei welchem Konflikt reagieren kann.

Missverständnisse führen zu Konflikten
Am häufigsten erleben Jugendliche Konflikte mit den Freunden von Freunden. Mit ihnen würden sie offline nicht unbedingt kommunizieren. In den Online-Communitys ist dies jedoch durchaus üblich. Und da man sich eben nicht gut kennt, entsteht aus einem Missverständnis schnell ein echter Konflikt.

Hilfe holt man zuerst bei seinen Freunden
Bei Auseinandersetzungen, die der Einzelne nicht allein bewältigen kann, holt er sich zuerst Hilfe bei seinen Freunden. Erwachsene werden nur dann hinzugezogen, wenn die Jugendlichen ihnen vertrauen und wenn sie glauben, dass diese die Mechanismen und Regeln von Online-Konflikten kennen.

Gemeinsam Wege zum Handeln entwickeln
Dennoch: Eltern und Lehrer sind gefordert: Es ist wichtig, mit den Jugendlichen die unterschiedlichen Konfliktformen zu thematisieren und die Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Auch das Spannungsverhältnis von eigenen Erfahrungen und den gesellschaftlich akzeptierten Normen und Werten sollte aufgegriffen werden. Es gilt gemeinsam konstruktive Wege zum Handeln bei Online-Konflikten zu erarbeiten, zu diskutieren und zu klären, wie und wann andere in Online-Konflikten unterstützt werden können. Weitere Infos zur Studie finden Sie auch hier.