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Wie kommt der Weinberg aufs Dach?

Das keilförmige Gebäude mit dem bewachsenen Dach an der Riehler Straße, gleich neben der Rampe der Kölner Zoobrücke, ist vermutlich schon manchem Passanten aufgefallen. Doch dass sich hier, nicht weit vom Eingang des Zoos, das Weinmuseum Köln befindet, ahnten bislang vermutlich nur wenige.

Museum erst 2010 eröffnet
Außer vielleicht Besuchern aus Weingegenden: Sie dürften sofort erkannt haben, dass es sich bei der Vegetation auf dem Hausdach um Rebstöcke handelt. Dass das Museum noch nicht überall bekannt ist, ist nicht verwunderlich: Erstens rechnet man in Köln nicht unbedingt damit und zweitens wurde es auch erst im vergangenen Jahr eröffnet.

Große Kölner Weintradition
Die Initiatoren Frank und Markus Wittling wollen damit an eine fast vergessene Kölner Tradition erinnern: Im Mittelalter war die Domstadt – die man heute eher mit ihrer Bier-Spezialität Kölsch verbindet – einer der wichtigsten Wein-Handelsplätze nördlich der Alpen.

Insgesamt 720 Rebstöcke auf dem Dach
Im Inneren gibt das Museum einen kompakten und anschaulichen Einblick in Historie und Praxis des Weinanbaus und der Kellertechnik, es informiert über verschiedene Weinsorten, auch Themen wie „Wein und Gesundheit“ und die Kunst der richtigen Weinverkostung werden behandelt. Spektakulärer Höhepunkt der Ausstellung ist jedoch zweifellos der Weinberg auf dem Dach: Hier erkennt auch der Laie schnell, dass Traube nicht gleich Traube ist. Denn an den insgesamt 720 Rebstöcken wachsen über 40 verschiedene Rebsorten aus aller Welt.

Weitere Infos über das Weinmuseum Köln finden Sie hier.