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Weibliche Führungskräfte fördern

NetCologne ist eines von vier Kölner Unternehmen, die beim Start von „PepperMINT“, einem neuen Business-Netzwerk für Frauen, mitmachen. Das Ziel ist ehrgeizig: Im Bereich der wissenschaftlich-technischen Berufe – traditionell eine Männerdomäne – soll der Anteil von Frauen in Leitungspositionen gesteigert werden.

Gemischte Teams sind erfolgreicher
Naturwissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen oder Informatikerinnen haben es doppelt schwer, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht. Beträgt ihr Anteil in Unternehmen bis 50 Mitarbeiter immerhin noch rund 30 Prozent, fällt er in größeren Firmen auf dürftige 18 Prozent – und dies, obwohl Untersuchungen belegen, dass gemischte Führungsteams aus Frauen und Männern erfolgreicher arbeiten.

Mehr Frauen in MINT-Berufen
Das Netzwerk PepperMINT Köln – MINT steht hier für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – will mithelfen, dieses Missverhältnis zu lindern. Entwickelt wurde es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Stadt Köln und die hiesige Industrie- und Handelskammer sind Kooperationspartner.

Bessere Aufstiegschancen und Arbeitszeitmodelle
Auftakt des Programms war im Oktober die Überreichung der „MINT-Charta“ an die ersten vier teilnehmenden Unternehmen – neben NetCologne sind dies der Chemiekonzern Ineos, das Softwarehaus ITyX Solutions und der IT-Anbieter QSC. Die Firmen wollen Frauen im MINT-Bereich bessere Aufstiegschancen bieten, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle und transparente Leistungsbeurteilungen. Das Netzwerk selbst wird unter anderem speziell auf Frauen zugeschnittene Führungsentwicklungs-Seminare anbieten.