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Vorsicht vor „Huckepack-Software“!

Es gibt kaum einen Computer mit Webzugang, auf dem neben gekaufter bzw. vorinstallierter Software nicht auch aus dem Web heruntergeladene Free- oder Shareware-Programme laufen. Doch Vorsicht: Bei ihrer Installation lädt man sich, wenn man nicht aufpasst, leicht „Huckepack-Software“, die man gar nicht haben wollte, auf den Rechner.

Nutzlose Toolbars im Browser
Download-Manager versprechen schnellere Downloads, Schutz vor Viren, die Möglichkeit, unterbrochene Downloads wiederaufzunehmen oder komplette Webseiten inklusive Bildern herunterzuladen. Das ist praktisch, allerdings installieren sie darüber hinaus oft auch unerwünschte Zusatzsoftware, zum Beispiel lästige Toolbars für den Internet-Browser. Diese später wieder loszuwerden, ist eine Kunst für sich – denn manche nisten sich tief in den Eingeweiden des Rechners ein. Manchmal hilft dann nur noch das Zurücksetzen von Windows auf seinen Urzustand.

Aufpassen bei der Installation
Die Fachzeitschrift PC-Welt hat kürzlich auf dieses Problem hingewiesen. Sie empfiehlt: Um sich vor „Huckepack-Programmen“ zu schützen, sollte man bei der Installation eines Programms auf keinen Fall nur mechanisch die OK- und Weiter-Schaltflächen anklicken, sondern Menüschritte nur bestätigen, wenn man auch die dazugehörigen Texte gelesen hat. Denn in manchen Fällen lässt sich die Installation eines Zusatzprogramms tatsächlich bereits durch das simple Entfernen eines Häkchens in einem Kästchen unterbinden.

Systematische Desorientierung
So einfach und vergleichsweise fair geht es allerdings nicht immer zu. Manche Anbieter zeigen viel Geschick darin, den User systematisch in die Irre zu führen. Sie färben beispielsweise Schaltflächen blassgrau ein, so dass sie aussehen wie deaktiviert. Oder sie formulieren Texthinweise zu einem Button mit komplizierten doppelten Verneinungen, so dass man durch die Deaktivierung das genaue Gegenteil erreicht.

Bewusst unübersichtliches Seitenlayout
PC-Welt rät zu besonderer Vorsicht auf Download-Sites, auf denen es von Werbebannern und Download-Buttons nur so wimmelt. Die unübersichtliche Optik ist oft (böse) Absicht und soll den User dazu verleiten, den falschen Button zu klicken. Von einigen Download-Portalen rät PC-Welt sogar generell ab, da sie dafür berüchtigt sind, Software in sogenannte „Download-Wrapper“ zu verpacken, mit denen weitere Programme auf den Rechner geladen werden.

Entfernen über die Systemsteuerung
Hat man sich trotz aller Vorsicht ein lästiges Zusatzprogramm eingefangen, sollte man als Erstes versuchen, es über die Windows-Systemsteuerung („Programm deinstallieren“) zu entfernen. Das braucht allerdings bei hartnäckigen Eindringlingen seine Zeit und funktioniert manchmal erst, wenn man den Vorgang mehrmals wiederholt.