Drucken

Tappen Sie nicht in die Abo-Falle!

Abofalle

Abo-Fallen sind eine derzeit besonders häufig auftretende Abzockmethode im Internet. Sie funktionieren vor allem darum, weil viele User falsch reagieren, wenn sie ahnungslos in eine solche Falle getappt sind. Denn eigentlich kann man sich die Abzocker relativ problemlos vom Leib halten.

Die Abzocke beginnt mit der Rechnung
Abo-Fallen funktionieren so: Man lockt Surfer auf eine Seite, auf der beispielsweise Kochrezepte oder Spiele heruntergeladen werden können – allerdings nur, wenn man seinen Namen und weitere persönliche Daten angibt. Dass man damit ein Abo abschließt, ist kaum zu erkennen. Ein Hinweis findet sich, wenn überhaupt, nur versteckt im Kleingedruckten. Dann beginnt die eigentliche Abzocke: Ein User, der sich dort ahnungslos anmeldet, erhält kurz darauf per Mail eine Rechnung. Zahlt er nicht, folgen Mahnungen, die oft massiven Druck ausüben. Mancher lässt sich dadurch bluffen und zahlt – und ist damit dem Gauner auf den Leim gegangen.

Lassen Sie sich nicht bluffen
Experten empfehlen in solchen Fällen: Ruhe bewahren und sich nicht Bange machen lassen. Erhalten Sie eine Rechnung, die Sie für unberechtigt halten (zum Beispiel, weil Sie sich gar nicht angemeldet haben oder weil Sie nicht unmissverständlich auf eine Kostenpflicht hingewiesen wurden), sollten Sie ihr widersprechen. Die korrekte Begründung können Sie aus Musterbriefen übernehmen (zu finden beispielsweise hier). Danach können Sie weitere Mahnungen getrost ignorieren.

Einem Mahnbescheid unbedingt widersprechen
Auf einen gerichtlichen Mahnbescheid müssen Sie jedoch reagieren, und zwar innerhalb von 14 Tagen. Widersprechen Sie der Forderung auf dem Formular, das dem Bescheid  beiliegt, und schicken Sie es zum Absender zurück. Danach müsste der Betreiber einer Abzockerseite schon vor ein Zivilgericht gehen, um die Forderung einzutreiben – doch das riskiert er so gut wie nie.

Weitere Infos bei Verbraucherzentralen
Wenn Sie sich über die Seriosität einer Internetseite nicht sicher sind: Der Verbraucherzen- trale Bundesverband e.V. (vzbv) hat eine Liste von Kostenfallen im Internet erstellt. Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch weitere Tipps zu diesem Thema.