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Social Media Marketing: Große Chance
nutzen

Werbung in den sozialen Netzwerken ist für viele Unternehmen noch weitestgehend Terra incognita. Dabei lässt sich dieser Marketing-Kanal sehr erfolgreich nutzen, wie Beispiele aus Köln und der Region zeigen. Oft sind es junge Firmen, die sich auf diesem Weg mit geringen finanziellen Mitteln einen Namen machen.

True Fruits zum Beispiel haben sich so ihren festen Platz in den Verkaufsregalen erarbeitet. Das Smoothie-Startup aus Bonn hat gezeigt, wie man mit Humor und Fantasie für Furore sorgt. Natürlich gehört auch eine Portion Mut dazu, wenn man seine Trinkflaschen im klassischen Marlboro-Design bedruckt. Dazu ein vermeintlicher Warnhinweis wie auf einer Zigarettenschachtel: „Ganze Bananen können im Hals stecken bleiben.“ Oder: „Übermäßiger Konsum ist uns egal.“ – „Den Packaging-Gag hat True Fruits mit einem Post in seinen Social-Media-Kanälen selbst aufgedeckt – die Resonanz ist seitdem riesig.“ Wenn anschließend sogar das Leitmedium der Werbebranche Horizont in der zitierten Weise darüber berichtet, kann man nur gratulieren und sagen: Alles richtig gemacht.

A UND O: KUNDEN KENNEN

Bei NetCologne sind David Schindler, Referent Marketing und Kommunikation, sowie Niklas Nosber, E-Commerce Marketing Manager, für Social Media zuständig. „Entscheidend für den Erfolg ist, den Kunden genau zu kennen“, betonen beide. Erst dann lassen sich Posts kreieren, die bei der Zielgruppe ankommen. Das große Los sind „klickstarke organische Postings“. Damit sind pfiffige Text- und Bildbeiträge gemeint, die zu massenhaft Interaktion führen: Die Währung sind „Likes“, Kommentare oder Weiterleitungen. Wer über Budget verfügt, kann natürlich auch Werbeanzeigen oder bezahlte Inhalte posten. Oft führt auch eine Mischung von beiden Methoden zum Erfolg, erklären Schindler und Nosber. Was immer gilt: Der Inhalt muss den Nerv der Leute treffen. „Für positive Aufmerksamkeit in der Zielgruppe sorgen“, beschreibt Niklas Nosber das Rezept. Aus den genauen Zitaten machen sie indes ein Geheimnis.

SPITZE ZIELGRUPPE

Wenn man genau weiß, wen man erreichen will, ist das mit den Sozialen Netzen sehr präzise möglich. „Auf Facebook kann ich straßengenau festlegen, wo Posts und Anzeigen platziert werden“, nennt David Schindler eine  Option. Dazu lässt sich auswählen, dass die Einblendungen nur Menschen sehen, die zum Beispiel einer gewissen Altersklasse angehören – und vieles mehr. So vermeidet man Streuverluste, die bei klassischen Werbeformaten unvermeidlich sind. Aber: „Social Media Marketing kann man nicht so nebenbei machen“, sagt Schindler. „Das ist eine eigenständige 100-Prozent-Stelle.“ Man muss dran bleiben, analysieren, probieren und vor allem interagieren. Die Vorteile seien geringe Streuverluste, sehr präzise Tracking-Tools und vergleichsweise überschaubare direkte Kosten.