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Sind da etwa 13 Weiße auf dem Platz?

Der Termin des „Come-Together-Cups“, des alljährlichen großen Benefiz-Fußballturniers am Kölner Stadion, war in diesem Jahr gut gewählt: An Christi Himmelfahrt sorgten perfektes Fußballwetter und gut zu bespielende Plätze wieder für eine rundum gelungene Veranstaltung. Und dies galt auch für das traditionelle Prominentenspiel am Nachmittag, das seit Jahren von NetCologne gesponsert wird.

Höchst lässige Regelauslegung
Am Schluss glitt die Partie ab in lässige Anarchie: Moment mal, waren da nicht 13 Weiße auf dem Platz (gut möglich, aber nicht mehr mit letzter Sicherheit festzustellen)? Ein brillantes Solo, das Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes da hinlegte (mit der Einschränkung, dass sie den Ball dabei nicht am Fuß führte, sondern im Arm hielt, s. Bild oben). Was einem ernst- und gewissenhaften Fußball-Regelhüter vermutlich den Schweiß auf die Stirn getrieben hätte, blieb beim Promispiel ohne Folgen – man ist da nicht so pingelig. Besonders dann nicht, wenn es sich beim Referee um Hobbythek-Altmeister Jean Pütz handelt.

Sieg für „Homogene Ballkultur“
Der Prominentenkick zwischen den Teams „Homogene Ballkultur“ und „Latente Talente“ ist seit Jahren juxiger Höhepunkt des CTC. So auch in diesem Jahr: Wie immer traten einige Promis in Kostümen an, die zwar fantasievoll, aber nur bedingt spieltauglich waren, so etwa Travestiekünstler Lilli Putt im bodenlangen Kleid oder Schauspieler Lutz Marquardt mit dem Helm eines römischen Zenturios und einem höchst dramatischen Unterleibsschutz. Zum früher obligatorischen Unentschieden kam es diesmal nicht – dem stand der unbedingte Siegeswille beider Teams entgegen. Über das Ergebnis des Spiels gab es hinterher verschiedene Aussagen, jedoch spricht viel dafür, dass die „Homogene Ballkultur“ gewann (vermutlich mit 3:2). Was aber letztlich egal war. Denn das Promispiel, so hieß es später auf der CTC-Homepage, werde traditionell als schiedlich-friedliches Remis gewertet.

20.000 Zuschauer auf den Jahnwiesen
Im eigentlichen Turnier, an dem 20 Frauen- und 30 Männerteams teilnahmen, setzen sich bei den Frauen das Team von „LassMiRanDa“ durch, bei den Männer siegten wieder die durchtrainierten Kicker der Kölner Polizei. Alle Teilnehmer konnten sich über großen Zuschauerandrang freuen: Insgesamt dürften sich erneut an die 20.000 Besucher das bunte Treiben auf den Jahnwiesen am RheinEnergieStadion angeschaut haben. Ein großer Erfolg war auch die anschließende CTC-Party, bei der 500 Gäste bis in den frühen Morgen durchfeierten. Der Erlös kommt auch in diesem Jahr dem Beratungszentrum Rubicon und dem Jugendzentrum anyway zugute.