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Seriöse Hilfe bei Fragen zum Internet

eYou

Ein Online-Ratgeber namens „eYou“ soll Verbrauchern bei der Nutzung von Internet- angeboten mehr Sicherheit geben. Er informiert über Themen vom Online-Einkauf über das Downloaden von Videos bis hin zur Speicherung von Daten durch Internet-Provider. Die Quelle der Informationen ist verlässlich – der eYou-Guide wird von der Europäischen Kommission betrieben.

Viele User kennen sich nicht aus
Kann ich für die Nutzung eines Internet- dienstes, der als kostenlos angepriesen wird, zur Kasse gebeten werden? Was kann ich tun, wenn ich beim Online-Kauf versehentlich zweimal bezahlt habe? Kann ich gefahrlos Bilder von mir und meinen Freunden ins Internet hochladen? – Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Internet-User. Denn selbst erfahrene Onlinegänger kennen sich nicht in allen Belangen des Internets aus, vor allem in rechtlichen Dingen. Und so verfängt sich mancher in den Fallstricken und Maschen des Netzes.

„Vertrauen schaffen, damit die Leute unbesorgt einkaufen können“
Verlässliche Antworten auf solche Fragen soll der  „eYou“-Guide liefern. Es ist nach eigener Aussage die „erste Webseite, die sowohl über EU-weites als auch nationales Verbraucherrecht informiert“. Der Ratgeber geht auf eine Anregung des Europäischen Parlaments zurück und wurde kürzlich von EU-Medienkommissarin Viviane Reding (Luxemburg) und ihrer Kollegin Meglena Kuneva (Bulgarien), die für Verbraucherschutz zuständig ist, gestartet. „Das Internet hat für die Verbraucher viel zu bieten“, so Meglena Kuneva. „Aber wir müssen Vertrauen schafften, damit die Leute auch unbesorgt einkaufen können.“

Jeder dritte Europäer hat schon mal im Netz eingekauft
Dass die Unsicherheit groß ist und Notwendigkeit für Information besteht, wird durch aktuelle Zahlen belegt: Über 40 Prozent der Verbraucher trauen sich bis heute noch nicht an Online-Finanztransaktionen heran. Und obwohl europaweit mittlerweile jeder Dritte schon mindestens einmal online eingekauft hat, fühlen sich nur zwölf Prozent wirklich sicher bei solchen Geschäften. Mit besseren Infos allein wird es allerdings nicht getan sein: Beide Kommissarinnen wiesen auf noch bestehende Lücken im EU-Recht hin, etwa bei der Bewertung von Privatkopien urheberrechtlich geschützter Musikstücke, Videos und Filme aus dem Netz.