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Sechs Thesen zu den
Nachhaltigkeits­potenzialen digitaler
Infrastrukturen

 

  1. Digitale Infrastrukturen sind Teil der Lösung, um die Klimaziele zu erreichen: Rechenzentren, Breitbandzugänge und 5G-Netze sind eine zentrale Voraussetzung für eine ökologisch nachhaltig ausgerichtete Digitalisierung und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland und Europa.
  2. Die Umstellung von firmeneigenen Serverinfrastrukturen auf Cloudlösungen bietet große Potenziale zur Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz und damit zur Verbesserung des Klimaschutzes.
  3. Ein schnellerer, politisch gesteuerter Kohleausstieg in Deutschland und ein gleichzeitig beschleunigter Ausbau von erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung – zum Beispiel über sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) – werden zu einem wesentlich stärkeren und vor allem schnelleren Absinken der CO2-Emissionen bei der Nutzung digitaler Infrastrukturen führen.
  4. Künstliche Intelligenz ermöglicht neue und effiziente Produktentwicklung, Produktionsprozesse und Dienstleistungen, die zu einer nachhaltigen Entwicklung einzelner Wertschöpfungsketten bzw. ganzer Branchen beitragen werden.
  5. Durch die zunehmende Digitalisierung steigt der Bedarf an Rechenzentrumskapazitäten. Die höchsten Nach­haltigkeits­potenziale bietet eine intelligente Verbindung von Stadt- und Raum­planung sowie Energie- und Datennetzen – sowohl in Städten als auch im ländlichen Raum.
  6. Abwärme aus Rechenzentren stellt eine wertvolle Energieressource dar. Werden die erforderlichen politischen, gesellschaft­lichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Abwärmenutzung geschaffen, können Rechenzentren hierzulande mehr als 10 Terrawattstunden pro Jahr zum Wärmebedarf Deutschlands beitragen.

Thesen basierend auf der Studie „Rechenzentren in Europa – Chancen für eine nachhaltige Digitalisierung“ des eco-Verbands