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Schiri-Legende pfiff Promispiel

Zigtausende Zuschauer kamen an Fronleichnam wieder zum „Come-Together-Cup“ auf die Wiesen am Kölner Stadion. Das große Benefiz-Fußballturnier, das sich die Integration von Minderheiten und den Kampf gegen Homophobie und Diskriminierung auf die Fahnen geschrieben hat, fand bereits zum 19. Mal statt. Und NetCologne war natürlich wieder als Sponsor dabei.

Tiefer Boden, aber immerhin kein Regen
Die diversen Tiefdruckgebiete, die in der letzten Maiwoche um Deutschland kreisten und für tristes  Regenwetter gesorgt hatten, zeigten sich gnädig: Ausgerechnet an Fronleichnam machten sie mal Pause und verschonten das Rheinland von Regenfällen. Und so fanden die Spiele des diesjährigen Come-Together-Cups (CTC) zwar auf tiefem Boden, aber ansonsten im Trockenen statt – zur Freude der Spieler, Veranstalter und zahlreichen Zuschauer.

Die Kunst der kreativen Regelauslegung
Das galt erst recht für die Teilnehmer am (wie immer von NetCologne gesponserten) Prominentenspiel. Der Jux-Kick zwischen den Teams „Latente Talente“ und „Homogene Ballkultur“ endet, wie regelmäßige CTC-Besucher wissen, fast immer unentschieden. Was sich manchmal allerdings nur erreichen lässt, indem man die Spielregeln etwas weiter und kreativer auslegt.

Souveräne Spielleitung
Dass dies auch diesmal wieder funktionierte (das Spiel endete 3:3), lag nicht zuletzt an der souveränen Leistung des Referees: Walter Eschweiler, langjähriger Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter und deutsche Schiri-Legende, sah über manches Foul, das im Eifer des Gefechts passierte, wohlwollend hinweg. Und zeigte sich trotz seiner mittlerweile 77 Jahre beneidenswert fit und immer auf Ballhöhe.

Filmdose besiegte All-Stars
Im eigentlichen Turnier setzten sich bei den Frauen diesmal die Kickerinnen von „Lillifeen“ klar mit 5:0 gegen „Respekt“ durch. Bei den Männern ging es dagegen enger zu: Im Finale siegte das Team der „Filmdose Köln“ knapp mit 1:0 gegen „Bunte Liga All-Stars“. Was auch insofern bemerkenswert war, weil die routinierten All-Stars im Turnier bis zum Finale noch keinen einzigen Gegentreffer kassiert hatten.