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ROBOTER VERLEGEN GLASFASER IN KANÄLEN

Faszinierende Technik

NetCologne treibt den Netzausbau in der Region mit Nachdruck voran und verlegt hunderte von Kilometern an Glasfaserleitungen. Damit Anwohner, Verkehr, Infrastruktur und Natur möglichst wenig beeinträchtigt werden, nutzt NetCologne modernste Technologien. Ein sehr erfolgreich eingesetztes Verfahren ist die unterirdische Verlegung der Kommunikationsstränge in vorhandenen Kanälen. Da Kanalrohre in der Regel sehr schmal sind, kommt hierbei häufig ein etwa skateboard-großer Roboter zum Einsatz.

Auf vier Rollen fährt er durch den Kanal, gesteuert „über Tage“ per Joystick und Kamera – zunächst für eine erste Inspektionsfahrt. Je nach Beschaffenheit der auf dem Monitor zu sehenden Betonwände entscheiden die Experten, in welchem Abstand später das Gerüst für die Edelstahlrohre anzubringen ist. Dieses besteht aus Spannringen, die der Roboter im zweiten Durchgang in einem Magazin mit sich führt und in Abständen von 1,3 bis 3 Metern an der Kanalwand installiert. So entsteht das Gerüst für den Datenhighway. Im nächsten Schritt klickt der Roboter Leerrohre aus Edelstahl nacheinander in die Spannringe ein. Abschließend werden Glasfasern in die Leerrohre eingeschossen.

Schneller und kostengünstiger

Im Vergleich zum herkömmlichen Tiefbau fällt der Aufwand bei dieser neuen Verlegemethode deutlich geringer aus, nämlich schneller und kostengünstiger. Pro Tag verlegen die Mitarbeiter mithilfe des Roboters 80 bis 100 Meter des Glasfaser-Datenhighways, während man mit der Tiefbaumethode nur etwa 40 Meter schafft. Weiterer Vorteil: Beim Verlegen im Kanal muss lediglich ein Kopf- und ein Endloch gebohrt werden. Beim Tiefbau hingegen muss der Boden über die gesamte Länge aufgebrochen werden – in urbanen Räumen nicht immer einfach.

Hier geht’s zum YouTube-Video über das Thema Netzausbau:

https://www.youtube.com/watch?v=HdDmHlKWUMo