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Promis wollten gar nicht mehr vom Platz

Auch in diesem Jahr fanden sich – trotz eher trüben Wetters – wieder Tausende von Zuschauern am Vatertag auf den Wiesen vor dem RheinEnergieStadion ein. Anlass: der Come-Together-Cup, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feierte. NetCologne war bereits zum 15. Mal als Hauptsponsor mit dabei.

20 Jahre gegen Diskriminierung und Homophobie
Je 30 Frauen- und Männerteams traten im Fußballturnier an und zeigten zur Begeisterung der Zuschauer großen kämpferischen Einsatz. Nach torreichen Spielen holten am Schluss die Frauen von „LassMiRanda-DenSiVillja“ den Pokal, bei den Männern siegte das Team der Karnevalsgesellschaft „Bürgergarde Blau-Gold“. Sieger war letztlich auch wieder das ganze Turnier, das zur Integration von Minderheiten und dem Kampf gegen Homophobie und Diskriminierung aufruft.

Wechsel in der Organisation
Einer hatte eine Träne im Knopfloch: Nach 20 Jahren als Turnier-Organisator hörte Andreas Stiene auf. Doch das bedeutet nicht das Aus für das Turnier: Im kommenden Jahr wird der Come-Together-Cup von der Kölner Aidshilfe und dem schwul-lesbischen Jugendzentrum „Anyway“ fortgeführt.

Promis kickten trotz Nieselregens
Ein Höhepunkt war wie immer das von NetCologne gesponserte Prominentenspiel zwischen den Teams „Latente Talente“ und „Homogene Ballkultur“. Der traditionell nie so ganz regelkonform ausgetragene Spaßkick, für den sich regelmäßig Kölner Promis aus Showgeschäft, Politik und Karneval zur Verfügung stellen, dauerte diesmal länger als gewohnt. Die Promis zeigten echten Sportgeist: Trotz Nieselregens während der Partie weigerten sie sich, den Rasen nach der vorgesehenen Spieldauer zu verlassen und machten einfach weiter.

Schiedlich-friedliches Schlussergebnis
Besonders zwei Neulinge zogen die Blicke auf sich: Zum einen FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, der zum ersten Mal dabei war und im Tor bemerkenswerte Paraden zeigte. Zum anderen Conchita 4711, ein verblüffend echt wirkendes Double des Eurovision-Songcontest-Gewinners, der/die nicht nur im Abendkleid, sondern auch beim Kicken eine tadellose Figur machte. Da wollte sich Schiri Jean „Hobbythek“ Pütz nicht lumpen lassen: Er verlängerte kurzerhand die Partie, bis schließlich das offizielle Standard- und Wunschergebnis von 3:3 verkündet werden konnte.