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Nur wenige trauen der Cloud

Wenn es um ihre persönlichen Daten und Dateien geht, tun sich die Bundesbürger mit „Cloud Computing“ noch sehr schwer. Über zwei Drittel fürchten, dass ihre Daten nicht in Deutschland verbleiben, sondern auf Servern im Ausland gespeichert werden, wo sie die Kontrolle darüber verlieren.

Cloud-Umsätze werden steigen
In den kommenden Jahren, das prognostiziert der Internet-Verband Bitkom, wird sich der Umsatz, der hierzulande mit Cloud-Diensten erreicht wird, auf etwa 17 Milliarden Euro verdreifachen. Was im Klartext bedeutet, dass ein Großteil der Computerdaten nicht mehr wie bisher auf der eigenen Festplatte, sondern in der Cloud gespeichert wird.

Angst, die Kontrolle über die Daten zu verlieren
Dieser Speicherpraxis, so hat eine aktuelle Umfrage ergeben, stehen allerdings die meisten Computernutzer in Deutschland noch sehr reserviert gegenüber. 70 Prozent befürchten, dass ihre Daten im Ausland gespeichert werden, wo sie keinen direkten Zugriff mehr haben. Viele fürchten auch, dass gesetzlich vorgeschriebene Löschaufträge von den Cloud-Dienstleistern nicht zuverlässig ausgeführt werden.

„Dienstleister müssen für Transparenz sorgen“
Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des IT-Dienstleisters CSC unter 1.000 Bundesbürgern. Guido Ferch, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC Deutschland, empfiehlt den Branchenunternehmen, diese Vorbehalte ernst zu nehmen: „Die Cloud-Dienstleister sind in der Pflicht, für die nötige Transparenz bei ihren Kunden zu sorgen“, erklärt er. „Erster Anhaltspunkt für die Auswahl eines Cloud-Anbieters ist eine Zertifizierung, die sowohl Datensicherheit als auch technische Verfügbarkeit der Online-Dienste erfasst.“