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Nubbelverbrennung

Foto: Helmut Löwe

Am Veilchendienstag wird vor vielen Kölner Kneipen der Nubbel verbrannt. Der Nubbel – eine Strohpuppe – muss als Sündenbock für alle während der Karnevalszeit begangenen Verfehlungen herhalten. Durch seine Verbrennung trägt man die Schandtaten der letzten Wochen sowie symbolisch den Karneval zu Grabe, so der Volksglaube.

Der Höhepunkt der Karnevalssession ist vorüber – über eine Million Jecken haben den Kölner Rosenmontagszug verfolgt und sind auf die Jagd nach Kamelle, Strüßjer und Bützje gegangen. Und bei vielen Karnevalisten macht sich Katerstimmung breit – zum einen wegen der vielen Kölschbiere, die während der Tollen Tage so manche Kehle hinabgeronnen sind und zum anderen, weil am Aschermittwoch alles vorbei ist.

Doch bis dahin steht noch ein wichtiger Programmpunkt im Terminkalender echter Kölscher Jecken: Am Veilchendienstag wird vor vielen Kölner Kneipen der Nubbel verbrannt, der während der Karnevalstage über den Kneipentüren oder aus den Fenstern hing. Der Nubbel – eine Strohpuppe – muss als Sündenbock für alle während der Karnevalszeit begangenen Verfehlungen herhalten. Durch seine Verbrennung trägt man die Schandtaten der letzten Wochen sowie symbolisch den Karneval zu Grabe, so der Volksglaube.

Karnevals-Priester, -Mönche oder -Nonnen halten Rückschau auf die närrischen Tage. In einer laut vorgetragenen Anklageschrift wird dem Nubbel die Schuld für vergangenes schändliche Treiben gegeben, die nur durch die feierliche Verbrennung getilgt werden kann. Mit der Verbrennung des Nubbels um Mitternacht endet das jecke Treiben bis zur Eröffnung der kommenden Session.

Rund 10.000 Jecke werden rund um die Zülpicher Straße zur Nubbelverbrennung erwartet und auch in der Süd- und Altstadt muss der Nubbel büßen.

Bis zum Veilchendienstag dauert es jedoch noch etwas, bis dahin gibt es als Vorgeschmack den Kölner Karneval in Bildern auf koeln.de