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Netzausbau startet in Hürth und Kerpen

Im Südwesten Kölns geht der Ausbau der schnellen Glasfasernetze voran: Mitte März fiel der Startschuss für den Ausbau in Hürth, zwei Wochen später folgte Kerpen. Sobald die neuen Leitungen erst mal liegen, werden Zehntausende Haushalte mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Web surfen können.

Keine städtischen Zuschüsse erforderlich
In Hürth verfügen derzeit nur einige Stadtteilen über schnelle Internetanbindungen, in anderen fehlen sie noch. In den Ausbau fließen sechs Millionen Euro, davon werden 24.000 Privathaushalte und 700 Firmen profitieren. „Aus eigener Kraft hätten wir das nicht stemmen können“, sagt Bürgermeister Walther Böcker. „Wir freuen uns, dass NetCologne hier tätig wird – ganz ohne Zuschüsse der Stadt.“ Im ersten Schritt werden Kabel in Gleuel und Berrenrath verlegt, es folgen Efferen, Fischenich und Kendenich. Danach kommen Hermühlheim, Kalscheuren, Alstädten-Burbach und Hürth-Mitte an die Reihe, anschließend Alt-Hürth und Knapsack (ohne Gewerbegebiet), schließlich Stotzheim und Sielsdorf.

Drei Info-Abende im Bürgerhaus
Am 21., 22. und 23. April (Beginn jeweils 19 Uhr) informiert NetCologne im Bürgerhaus Hürth, Friedrich-Ebert-Straße 40, über den Ausbau, Weitere Infos gibt es unter www.netcologne.de/huerth oder telefonisch unter 0221 2222-5984. Geschäftskunden können sich unter 0800-2222-550 beraten lassen oder Fragen an business@netcologne.de richten.

„Kerpen auf der digitalen Überholspur“
Im benachbarten Kerpen hat NetCologne bereits die Stadtteile Blatzheim und Bergerhausen angeschlossen, nun folgt das restliche Stadtgebiet. „Kerpen kommt jetzt auf die digitale Überholspur“, freut sich Bürgermeisterin Marlies Sieburg. Für das Projekt haben NetCologne und RWE ihre Kooperation erweitert. Zuerst werden Kerpen-Mitte, Mödrath, Sindorf und der nördliche Teil von Horrem angeschlossen, es folgen Süd-Horrem, Neu-Bottenbroich, Buir, Brüggen, Balkhausen und Türnich. In Niederbolheim ist ein Ausbau wegen der großen Entfernung zur Glasfasertrasse derzeit leider nicht wirtschaftlich.

Einsatz der neuen Vectoring-Technik
Nach dem Ausbau stehen 25.000 Kerpener Haushalten und 700 Firmen Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung. „Die hohen Bandbreiten erreichen wir durch die neue Vectoring-Technologie“, sagt Patrick Helmes, Leiter Kommunikation bei NetCologne. Er rechnet bereits Ende des Jahres mit den ersten Anschlüssen, Ende 2016 soll das Gesamtprojekt beendet sein. NetCologne gibt nach dem Ausbaustart im Mai Termine für Infoveranstaltungen bekannt. Bis dahin finden die Kerpener weitere Informationen unter www.netcologne.de/kerpen