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Mehr Spam schlüpft durch die Filter

Niedrigeres Spam-Aufkommen, größeres Sicherheitsbewusstsein der User – das klingt auf den ersten Blick gut. Dennoch geben IT-Fachleute keine Entwarnung, denn die Spam-Versender schlafen nicht. Inzwischen sind viele ihrer millionenfach versendeten Werbemails so raffiniert gestaltet, dass sie von Spam-Filtern nicht mehr erkannt werden.

Die Zufriedenheit mit Spam-Erkennung sinkt
Nach wir vor bleibt der unerwünschte „E-Müll“, der die Mailboxen verstopft, eine sehr lästige Angelegenheit. Viele Experten sind sogar der Ansicht, dass sich das Problem verschärft hat: Eine Umfrage von eco, dem Verband der Internetwirtschaft, unter IT-Fachleuten ergab, dass nur noch knapp über die Hälfte mit der Spam-Erkennung ihrer Sicherheitssystem zufrieden waren – vor einem Jahr galt dies noch für 62 Prozent.

Versender gehen deutlich professioneller vor
Offenbar schaffen es wieder mehr Werbe-Mails durch die Spam-Filter. Was sich erklären lässt: Die Versender gehen mit deutlich größerer Professionalität ans Werk. Fast jeder Zweite der befragten Fachleute sieht darum Verbesserungsbedarf bei der Erkennung von E-Müll. Und daher, so das Fazit von eco, bleibe die allgemeine Bedrohungslage in Bezug auf die Gefahren des Internets weiterhin angespannt.

Viele rechnen mit einer Verschärfung der Situation
Neun von zehn der befragten IT-Fachleute rechnen zudem in diesem Jahr sogar mit einer Verschärfung der Gefährdungslage (das war allerdings in den vergangenen Jahren nicht anders). Bestätigt wird dies durch einen Blick auf die wichtigsten Branchenthemen: Datenschutz, IT-Sicherheitstraining für die Beschäftigten und Notfallplanung für den Angriff aus dem Web, so ergab die Untersuchung, sind die wichtigsten IT-Sicherheitsthemen in der deutschen Wirtschaft.