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Kein Schlendrian bei Passwörtern

Über die Hälfte der deutschen Internetnutzer nimmt für Online-Dienste immer wieder dasselbe Kennwort. Zudem verwenden viele Passwörter wie „1234567“ oder „asdfgh“ (nebeneinander liegende Buchstaben auf der Tastatur). Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Wir zeigen, wie man es besser macht.

Leichtes Spiel für Cyber-Kriminelle
Gedankenlosigkeit oder Leichtfertigkeit im Umgang mit Passwörter ist gefährlich. Denn die oben beschriebenen Simpel-Kennwörter knacken halbwegs versierte Cyber-Gauner im Handumdrehen. Leichtes Spiel haben sie auch, wenn ausschließlich Begriffe aus Wörterbüchern verwendet werden.

Gauner gehen auf Einkaufstour
„In wenigen Augenblicken können sie durch spezielle Geräte, die von ‚Aal’ bis ‚Zwetschge’ alle Begriffe als Passwort ausprobieren, ein E-Mail-Postfach knacken“, sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Gilt dessen Passwort dann auch für die Konten von Online-Shops, können die Gauner dort auf Einkaufstour gehen – auf Kosten ihres Opfers.

Passwörter regelmäßig wechseln
Immerhin: Die Umfrage zeigte auch, dass die Internet-User dazugelernt haben. Über zwei Dritteln der Befragten war durchaus bekannt, dass ein starkes Passwort aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen besteht. Doch dies zu wissen und dann auch zu beherzigen, das sind offenbar zwei paar Schuhe. Zudem: Auch das stärkste Passwort sollte einmal im Quartal geändert werden.

Sichere Passwörter zu erfinden macht Spaß
Das Freizeichen hat schon mehrfach Tipps gebracht, wie man sichere Passwörter erfindet. Das geht ganz einfach und macht sogar richtig Spaß! Schauen Sie doch mal hier und/oder hier nach.