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Jung, weiblich, online

Jung, weiblich, online

Die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland nimmt schnell zu – innerhalb nur eines Jahres hat sich das Wachstum verdoppelt. Um immerhin drei Millionen Menschen ist die Gruppe der Internet-Neueinsteiger in Deutschland gewachsen, meldet der „(N)Onliner Atlas 2008“, die deutschlandweit größte Studie zur Internetnutzung. Damit wurde erstmals die 65-Prozent-Marke geknackt. Erfreuliches gibt es auch wieder von den weiblichen Teenagern zu berichten.

Breitband wird Standard
Zwei Drittel aller Deutschen – exakt 42,2 Millionen Personen über 14 Jahre – haben Zugang zum Internet. Dabei wird die Breitbandnutzung bei den Onlinern zum „Normalfall“ (65,4 Prozent), so das Ergebnis der jährlichen, durch TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 durchgeführten Studie. Mit 61,8 Prozent erfreut sich vor allem der DSL-Anschluss großer Beliebtheit bei den Webgängern.

Männer surfen mehr
Nahezu unverändert bleibt die Verteilung zwischen Onlinern und Nonlinern, also Menschen ohne Internetzugang im Haushalt: Es gibt mehr Internetanschlüsse in den Städten als in den ländlichen Regionen, mehr im Westen Deutschlands als in den neuen Bundesländern und mehr Männer als Frauen nutzen das Internet. Mehrheitlich sind die 29,9 Prozent Nonliner weiblichen Geschlechts, haben eine geringere Bildung und niedrigeres Einkommen.

Weibliche Teenager online in Überzahl
Obgleich der Umfrage zufolge der Onliner-Anteil der Männer 2008 stärker zunahm (72,4 Prozent) als der bei den Frauen (58,3 Prozent), liegen die weiblichen Teenager wie gewohnt vor ihren männlichen Altersgenossen: Bei den 14-19-Jährigen surfen mehr Frauen als Männer durchs Web. Mit 94,3 Prozent liegt ihr Onliner-Anteil knapp vor dem der männlichen Jugendlichen mit 93,2 Prozent. Erst mit steigendem Alter nehmen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu.