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Ins fremde Netz gegangen

Grenze

Sie haben Ihr Handy noch nie außerhalb Deutschlands  benutzt, und trotzdem berechnet Ihr Netzbetreiber Ihnen Gebühren für Auslandsgespräche? Das kann doch überhaupt nicht sein! Leider doch: Denn vielleicht haben Sie über ein ausländisches Mobilfunknetz telefoniert, ohne es zu merken. In Grenznähe kann dies leicht passieren.

Blaues Wunder bei der Monatsabrechnung
Wer in der Nähe einer Landesgrenze – zum Beispiel an der niederländischen oder belgischen Grenze – mit dem Handy telefoniert, erlebt bei der monatlichen Abrechnung unter Umständen sein blaues Wunder. Denn manchmal stellt sich ein paar Wochen später heraus, dass man unwissentlich andauernd über ein ausländisches Netz telefoniert hat – und jetzt sogenannte Roaming-Gebühren berappen muss, die bei Auslandsverbindungen anfallen.

Funkwellen ignorieren Grenzen
Der  Grund ist ganz simpel: Funkwellen halten sich ebenso wenig an Grenzen wie das Wetter. Und da sich ein Handy im automatischen Modus stets das stärkste gerade empfangbare Netz sucht, kann das an manchen Orten auch ein Anbieter sein, der seinen Sitz jenseits der Grenze hat. Damit wird dann selbst das Telefonat mit dem Bekannten an der nächsten Ecke zum Auslandsgespräch. Das stellt der ausländische Anbieter dem deutschen Netzbetreiber in Rechnung, und der gibt es in Form von Roaming-Gebühren an den Kunden weiter. Je nach Zahl und Dauer der geführten Gespräche können so happige monatliche Zusatzkosten entstehen – die eigentlich völlig unnötig sind.

Handy auf manuelle Netzsuche umstellen
Tipp von Roaming-Experten: Schalten Sie das Handy prinzipiell auf manuelle Netzsuche um, sobald Sie sich in Grenznähe aufhalten. So bleibt Ihr Mobiltelefon sicher im heimischen Netz eingebucht.