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Immer mehr Senioren gehen ins Web

Jüngere Menschen sind erfahrungsgemäß häufiger im Internet unterwegs als Ältere – Doch der Trend kippt allmählich und die „Online-Schere“ schließt sich zunehmend. Der Gang ins Web ist auch für viele Senioren längst Alltag.

Abstand ist stark geschrumpft
Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Online-Versicherers Cosmos Direct hat bestätigt, dass die „Silversurfer“ kräftig aufgeholt haben. Gingen 2002 gerade mal 30 Prozent der 60- bis 65-Jährigen ins Web, sind es heute 71 Prozent. Das sind zwar immer noch deutlich weniger als bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen praktisch jeder das Internet nutzt (98 Prozent). Aber immerhin: Der Abstand ist deutlich kleiner geworden.

Keine fremdartige Technik mehr
Das lässt sich zu großen Teilen damit erklären, dass viele der heute 60- bis 65-Jährigen bereits über Computer- und Online-Erfahrung aus früheren Jahren verfügen. Sie müssen sich also nicht erst an eine fremdartige und komplizierte neue Technik gewöhnen. Das war 2002 noch anders. Darüber hinaus entdecken immer mehr Ältere die Vorzüge und Bequemlichkeiten, die ihnen das Web zu bieten hat.

Online-Banking ist eine Domäne der Älteren
Einige Online-Dienste stehen dabei besonders hoch im Kurs (oft deutlich höher als bei jüngeren Usern): E-Mails sind zwar nach wie vor in allen Altersgruppen die am häufigsten genutzte Anwendung, allerdings liegt der Anteil bei Älteren mit 92 Prozent deutlich höher als bei Jüngeren. Auf Platz 2 folgen Websites, um sich zu informieren, sowohl bei Ältere als auch Jüngeren. Bank- und Finanzdienste im Web sind jedoch eine Domäne der Älteren: Zwei Drittel nutzen dieses Angebot, bei den Jüngeren hingegen nur knapp über ein Drittel.

Noch wenig Interesse an Social Media
Der Bereich Social Media hingegen ist noch weitgehend in der Hand der jüngeren Websurfer: Jeder Zweite von ihnen geht hauptsächlich ins Netz, um sich hier mit Freunden und Bekannten auszutauschen – von den älteren Nutzern tut das nur jeder Fünfte.