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Immer mehr Online-Besuche beim Amt

Auch hierzulande kommt das sogenannte „E-Government“ in Schwung: Im vergangenen Jahr hatten in Deutschland bereits sechs von zehn Internet-Nutzern per Web Kontakt mit einer Behörde oder öffentlichen Einrichtung – insgesamt fast 34 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt bekannt.

Viele suchen Informationen
Die meisten Besucher der Behörden-Webseiten wollen sich informieren (57 Prozent), doch schon jeder Dritte lädt auch Formulare herunter. Noch eher selten genutzt wird hingegen die Möglichkeit, ausgefüllte Formulare online zur Behörde zurückzusenden (17 Prozent). Bei diesem Angebot äußern noch 42 Prozent der User Bedenken wegen der Datensicherheit.

Noch „viel Luft nach oben“
Mit seiner E-Government-Quote von 60 Prozent liegt Deutschland in der EU zwar über dem Durchschnitt, doch es gibt noch viel „Luft nach oben“. Denn anderswo, das zeigt ein Blick über die Grenzen, ist man für staatliche Online-Angebote noch aufgeschlossener: zum Beispiel in Österreich (64 Prozent), den Niederlanden (68 Prozent) oder Frankreich (71 Prozent). Ganz vorn liegen die Skandinavier: In Finnland und Schweden nutzen bereits knapp drei Viertel aller Websurfer die Behörden-Websites – und in Dänemark sogar fast 90 Prozent.