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Im Interview: Rheinisch-Bergische
Siedlungsgesellschaft

Die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft mbH (RBS), setzt voll auf Glasfaser. NetCologne schloss in den vergangenen Monaten rund 320 Objekte der RBS mit annähernd 2.000 Wohnungen an das zukunftsweisende Hochgeschwindigkeitsnetz an. Über den Wechsel sprach NETKOMPAKT mit RBS-Geschäftsführerin Sabine Merschjohann und Yvonne Rau, die den Übergang eng  begleitet hat.

NETKOMPAKT: Sie legen Wert darauf, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und anzubieten. Dennoch sind Ihre Gebäude energetisch und technologisch auf dem neuesten Stand. Wie schaffen Sie  das?

Merschjohann: Wir sind ein kommunales Unternehmen und haben von den Gesellschaftern den Auftrag, bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Seit fast 70 Jahren sind wir hierfür Spezialisten. Indem wir beispielsweise energetische Modernisierungen technisch gestalten, sparen unsere Mieter tatsächlich Energie ein. Außerdem können wir auch knapp kalkulieren, weil unser Ziel nicht  die maximale Rendite ist, sondern eine angemessene Eigenkapitalverzinsung. Da lässt unser Gesellschafter einen relativ großen Spielraum, auch weil wir uns gut entwickelt haben. Unsere Eigenkapitalquote ist inzwischen mehr als zufriedenstellend und das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

NETKOMPAKT: Gehört eine gute Internetanbindung heutzutage genauso selbstverständlich zur Grundausstattung von Wohnungen wie Strom und Warmwasser?

Merschjohann: Für uns als Anbieter schon, bei unseren Mietern sehe ich das eher differenziert. Wir haben Mieter, denen das sehr wichtig ist, weil sie beispielsweise von zuhause aus beruflich tätig sind. Andere möchten vor allem ein umfangreiches Fernsehangebot.

NETKOMPAKT: Ist Beratung bei derartigen Veränderungen wichtig?

Rau: Zuerst waren viele Mieter unglücklich darüber, dass sie jetzt wechseln mussten, auch weil das für sie mit Aufwand verbunden war. Doch die Mietersprechstunden von NetCologne vor Ort waren eine tolle Maßnahme, die bei unserer Mieterschaft sehr gut angekommen ist. Mit der offenen, unterstützenden Art konnte der NetCologne-Berater viele Anliegen, die teilweise auch gar  nicht zum eigentlichen Angebot gehörten, so ganz einfach klären. Vor allem wurde den Mieterinnen und Mietern die Sorge genommen, nach der Umstellung ohne Fernsehen dazusitzen.

Merschjohann: Wichtig dabei war auch, dass es keine anonyme Beratung über irgendeine Hotline war, sondern eine persönliche und individuelle.

NETKOMPAKT: Ist das auch ein Vorteil eines Partners wie NetCologne, der hier aus der Region stammt?

Merschjohann: Unsere Mieter sind das von uns gewohnt. Wir sind als kommunales Unternehmen lokal unterwegs und man kennt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich, genauso den Hausmeister vor Ort. So genießen wir das entsprechende Vertrauen. Und Net Cologne hat ja auch einen Namen.

Rau: Stimmt, NetCologne kennt hier jeder. Das war für unsere Mieter kein unbekanntes Unternehmen.

NETKOMPAKT: Lief der Wechsel zu NetCologne insgesamt reibungslos?

Rau: Ja. Ein erhöhtes Anrufaufkommen haben wir teilweise aber doch registriert, da wir viele ältere Mieter haben, die mit Dingen wie zum Beispiel dem Sendersuchlauf überfordert waren – das konnten wir aber letztlich lösen. Oder der Hausmeister ist vorbeigegangen und hat alles eingestellt.

Merschjohann: Von den technischen Vorbereitungen habe ich im Übrigen sehr wenig mitbekommen. Es wurden also keine Bäume von Baggern umgefahren oder gar Schlimmeres. Das lief sehr gut.

Rau: Und auch preislich hat sich kaum etwas geändert, eher im Gegenteil. Die Grundversorgung mit Fernsehen ist sogar günstiger geworden.

NETKOMPAKT: Mit Glasfaser haben Sie ganz nebenbei auf eine sehr fortschrittliche und zukunftssichere Technologie gesetzt…

Merschjohann: Für uns war das natürlich ein wichtiges Argument. Das Thema Glasfaser ist ja seit längerem schon im Gespräch, viele wollen den Ausbau vorantreiben.

Rau: Für manche Mieter ist das Breitbandinternet eher ein Nebenprodukt zum Fernsehen – zumindest noch. Bis bei allen angekommen ist, dass die „Fernsehdose“ viel mehr kann, wird es wohl  noch ein wenig dauern.

NETKOMPAKT: Aber für Sie war es dennoch der richtige Schritt?

Merschjohann: Auch wenn sich unsere Mieter jetzt noch keine großen Gedanken über den Glasfaseranschluss machen, denke ich doch, dass wir die Zeichen rechtzeitig erkannt und die Weichen auf Zukunft gestellt haben. Wir können uns bei technologischen Veränderungen nicht den Druck erlauben, bis zum letzten Moment zu warten. Sonst steht man irgendwann da und muss nehmen, was man kriegt. Das wäre uns dann doch zu unsicher.

www.rbs-wohnen.de