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Hörfunk Service GmbH (HSG) –
Erfolgreicher Schwenk auf ALL-IP

Robert Dorsch ist Technischer Leiter der Hörfunk Service GmbH (HSG). Bei der Vermarktung von Werbezeiten für sieben lokale Radiosender kommt es auf eine gute und schnelle Vernetzung an, erklärt Dorsch im Gespräch mit NETkompakt.

NETkompakt: Womit verdient die HSG Hörfunk Service GmbH ihr Geld?

Dorsch: Wir vermarkten die „Rheinland Kombi Köln“. Das sind die Werbezeiten der sieben marktführenden lokalen Radiosendern im Rheinland. Mit unserem Senderverbund erreichen wir täglich mehr als 1,4 Millionen Menschen. Dieser Verbund bildet somit die reichweitenstärkste Hörfunk-Kombination im Rheinland.

NETkompakt: Und welche sind diese sieben Radiosender genau?

Dorsch: Das sind die Privatsender Radio Leverkusen, Radio Bonn/Rhein-Sieg, Radio Erft, Radio Berg, Radio Euskirchen, Radio Rur und Radio Köln.

NETkompakt: Private Radiosender sind für die meisten Hörer heute eine Selbstverständlichkeit. Doch soweit reicht die Geschichte gar nicht zurück, oder?

Dorsch: Mein persönlicher Einstieg in den Privatfunk begann bereits 1986 als Sendetechniker bei der Anstalt für Kabelkommunikation in Ludwigshafen, die die sendetechnische Abwicklung von Radio 4, dem Vorläufer des heutigen Radio RPR sowie SAT 1, durchführte. Ich gehöre also zu den Pionieren des privaten Rundfunks. Die HSG Hörfunk Service Gesellschaft ging zeitgleich mit den ersten Privatradios in Nordrhein-Westfalen an den Start: 1991 wurde das Unternehmen als Full Service Dienstleister für Radio Köln, Radio Bonn/Rhein-Sieg und Radio Leverkusen gegründet. Vier weitere Privatsender kamen hinzu, die mit ihrem Programm-Mix schnell die Aufmerksamkeit vieler Hörer und die Marktführerschaft gegenüber der etablierten Konkurrenz gewannen. Seit 1998 bieten wir die gebündelte Werbung der sieben Sender unter anderem als reichweitenstärkste
Radiokombi im Rheinland an.

NETkompakt: Sie bieten also ein Kombipaket an, mit dem Ihre Werbekunden die gesamte Region erreichen. Was heißt das für Sie bei der technischen Umsetzung der Aufträge?

Dorsch: Da wir mit den Radiosendern einen 24 Stundenbetrieb haben und wir es zudem in unserem Geschäft häufig mit umfangreichen Datenpaketen zu tun haben, die möglichst schnell und zuverlässig zu den einzelnen Standorten gelangen müssen, benötigen wir eine entsprechende Infrastruktur. Die haben wir mit dem Produkt Pro Connect Corporate geschaffen. NetCologne hat die Vernetzung der sieben Sender mit der HSG vollständig neu aufgesetzt und uns damit den Schwenk von herkömmlicher Technik auf das NGN (Next Generation Network) und damit All-IP ermöglicht. Dank der moderneren Technik arbeiten wir seitdem mit deutlich höheren Bandbreiten, die unsere Arbeit um einiges effizienter macht. Um für Notfälle gewappnet zu sein, ist das NGN mit einem UMTS-Backup versehen.

NETkompakt: Und mit welchen Themen befassen Sie sich persönlich als Technischer Leiter?

Dorsch: Neben der IT liegt mein persönlicher Themenschwerpunkt im Bereich Audioplanung und Projektleitung, beispielsweise beim Bau der Radiostudios, die ich mit meinem Team in Eigenregie plane und baue. Anfang dieses Jahres haben wir mit dem Umzug von Radio Köln in die Schanzenstraße als einer der ersten Privatsender in Deutschland ein Audio over IP Netz gebaut und in Betrieb genommen. Damit entfällt die klassische Audioverkabelung, was beim Studiobau Zeit und Kosten spart. Darüber hinaus ist Audio over IP sehr viel flexibler und kostengünstig ausbaubar.

Da auch der ISDN-Dienst, der für unsere Außenübertragungen derzeit noch ein zentraler Bestandteil ist, in einigen Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen wird, plane ich derzeit ein Reportagesystem das mit Pro Net Access IP die Übertragungen der Heimspiele des FC vom Rhein-Energie-Stadion zu Radio Köln auch zukünftig für unsere Hörerinnen und Hörer qualitativ hochwertig sicherstellt. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Projekts werden wir diese Lösung dann auch bei den Heimspielen von Bayer Leverkusen und den Telekom Baskets in Bonn einsetzen.

NETkompakt: Welche Produkte und Dienste bezieht die HSG darüber hinaus noch von NetCologne?

Dorsch: Sämtliche Telefonanschlüsse der HSG selbst sowie der einzelnen Radiosender laufen über NetCologne. Dann haben wir die direkten Internetanbindungen an den einzelnen Standorten über NetCologne. In kleinerem Umfang sind auch noch sogenannte Servicerufnummern via NetCologne im Einsatz.

NETkompakt: Seit wann sind Sie Kunde von NetCologne?

Dorsch: Seit 2004.

www.hsg-koeln.de