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Fort Knox für Firmendaten

Safety first
Lage, Lage, Lage – ist die altbekannte Dreifach-Prämisse für den Wert einer Immobilie. Auch auf ein Rechenzentrum lässt sich das übertragen. Denn neben der optimalen technischen Verfügbarkeit spielt die physische Sicherheit dieser Spezialimmobilie eine entscheidende Rolle. Das fängt bei der Lage des Grundstücks an. NetCologne suchte für sein drittes Kölner Data Center bewusst innerhalb der Stadtgrenzen nach einer geeigneten Fläche, um nah beim Kunden zu bleiben und verkehrstechnisch gut erreichbar zu sein.

Redundante Rechenzentren
Im Norden Kölns fand NetCologne schließlich das gewünschte Objekt. Der Standort liegt in keinem hochwassergefährdeten Gebiet und auch nicht in der Nachbarschaft risikobehafteter Gebäude oder Flächen. Außerdem hat das neue Rechenzentrum einen Abstand von gut acht Kilometern zu den bestehenden Data Centern der NetCologne im Kölner Westen. Dies entspricht den „Hinweisen zur räumlichen Entfernung zwischen redundanten Rechenzentren“ des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).

Die Idee: Bei Ausfallszenarien wie Bombenfunden, Sprengungen, Gefahrguttransporten oder Großbränden kann das nicht betroffene Rechenzentrum einspringen und den IT-Betrieb übernehmen. Zugleich sollen laut BSI aber auch zu große Abstände vermieden werden. Denn ab einer Distanz von mehr als zehn Kilometern ergeben sich oft übertragungstechnische Nachteile wie Laufzeiten, die eine saubere Datensynchronisation gefährden.

NetCologne Rechenzentrum in Kšln- Heimersdorf, Klima-Au§eneinheit und Verrohrung, aufgenommen am 18.11.2016. Foto: Marius Becker

Zuverlässige Server-Kühlung

Mit Netz und doppeltem Boden
Bei der Ausstattung des Gebäudes überließ NetCologne ebenfalls nichts dem Zufall. Gemeinsam mit den hinzugezogenen Planern – ausgewiesene Experten für den Bau von Rechenzentren – ging es immer um den maximalen Schutz der Server. Damit sie nicht ausfallen, benötigen sie vor allem zwei Dinge: Strom und Kühlung. Energie- und Kälteversorgung sind deshalb doppelt abgesichert. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sichert nicht nur die seltene Gefahr eines allgemeinen Stromausfalls ab, sondern gleicht auch lokale Schwankungen aus. Um doppelt sicher zu gehen, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende USV-Anlagen installiert.

Neuste Klimatechnik
Ebenfalls redundant ausgelegt ist die Klimatisierung. In jedem Raum des Rechenzentrums ist eine Anlage mehr eingebaut als notwendig. Kühlgeräte nach neuesten energetischen Erkenntnissen sorgen für eine gleichmäßige und konstante Temperierung der Server-Schränke – auch im Hochsommer. Die wertvollen Kundendaten sind jedoch nicht nur bestens geschützt, sondern stehen auch nonstop breitbandig zur Verfügung. Eine hochperformante Glasfaseranbindung mit mehreren Strängen ist der Garant dafür.

PIN-gesicherte Stahltüren
Während Daten über die separaten Hauseinführungen durch die Glasfasern rasen, bleibt Unbefugten der Zutritt verwehrt. Das Gebäude ist mit einer 24/7-Videoüberwachung, einbruchhemmenden Türen der Widerstandsklasse 4 und vergitterten Fenstern ausgestattet. Der Zugang ist personalisiert und nur mit einer PIN-gesicherten Karte möglich.