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Eine „kölsche Endung“ im Internet

Einer neuen Homepage einen kurzen, einprägsamen Namen zu geben, geht kaum noch – denn alle „schönen“ Internetadressen sind längst vergeben. Also weicht man als User zähneknirschend auf komplizierte oder ellenlange Adressen aus. Um dann festzustellen, dass sich die kein Mensch merken kann. Doch jetzt ist Abhilfe in Sicht.

Wieder „schöne“ Internetadressen
Die US-Organisation ICANN, die die sogenannten „Top Level Domains“ (TLDs) verwaltet – das sind die Kürzel am Ende einer Internetadresse wie „de“ oder „com“ – will ab 2013 eine Vielzahl neuer Endungen zulassen. Und damit wird es dann auch wieder „schöne“ Internetadressen geben.

Stadt Köln bewirbt sich um „.koeln“
Die TLDs werden auch aus mehr als zwei oder drei Buchstaben bestehen dürfen. Das ist für viele Städte höchst interessant: Schließlich sind dann auch TLDs wie „berlin“, „tokyo“, „roma“ oder „paris“ für die entsprechenden Metropolen denkbar. Dies gilt auch für „koeln“ – und darum wird sich die Stadt Köln im kommenden Jahr um genau diese TLD (sie umfasst auch die Varianten „köln“ und „cologne“) bei der ICANN bewerben. Damit ergeben sich reizvolle neue Möglichkeiten für die Benennung von Kölner Internetseiten: Man denke nur an informative, leicht erfass- und merkbare Adressen wie www.amtsgericht,koeln, www.zoo.koeln, aber auch www.metzgerei-schmitz.koeln oder www.jupp-mustermann.koeln.

Viele Suchen im Web sind regional
Solche Adressen sind durchaus interessant. Denn Studien bestätigen: Das weltumspannende Internet hat längst auch seine lokale Seite. Heute beziehen sich bereits bis zu 50 Prozent aller Web-Suchanfragen auf das direkte örtliche Umfeld der User. Ist ja auch klar: Ein Kölner, der ins Kino gehen will, schaut im Web nicht nach, was in Hamburg, London oder Chicago läuft – sondern was in Köln und Umgebung gezeigt wird.

Köln als Marke im Web positionieren
Darüber hinaus bietet die „kölsche Endung“ auch die große Chance, Köln im Internet stärker als Marke zu etablieren. Unter einem gemeinsamen Zeichen lassen sich die wirtschaftlichen und kulturellen Qualitäten der Domstadt viel besser präsentieren. Gleichzeitig können Privatpersonen, Vereine oder Initiativen damit ihre Identifikation mit Köln zum Ausdruck bringen – was gerade bei den Kölnern, die ihre Stadt ja gerne für die tollste der Welt halten, auf großes Interesse treffen dürfte. NetCologne hat sich übrigens bei der Stadt Köln darum beworben, die Verwaltung, Vermarktung und technische Realisierung der neuen TLD zu übernehmen.

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