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Ein „zweites Leben“ für alte
Smartphones

Alte Smartphones, die einem neueren Modell weichen mussten, werden oft billig verramscht. Andere landen in einer dunklen Schublade, wo sie dann vergessen werden, manche werden gar verschrottet. Dabei gibt es durchaus noch pfiffige Möglichkeiten, die Geräte zu nutzen – als Komponenten im heimischen WLAN.

Funktioniert der Akku noch?
Das Magazin „Android Welt“ hat kürzlich einige Möglichkeiten beschrieben, wie sich „Smartphone-Veteranen“, die noch funktionieren, sinnvoll einsetzen lassen. Dazu braucht es keine SIM-Karte, denn die aufgeführten Funktionen können mit entsprechenden Apps über das heimische WLAN genutzt werden. Prüfen sollte man allerdings vorher, ob der Akku des Altgeräts noch in Ordnung ist. Falls nicht: Entweder ein Ersatzteil besorgen oder das Gerät mit seinem Netzteil an die nächste Steckdose hängen.

Einsatzmöglichkeit 1: Streaming-Client für Musik
Musik-Streaming erfreut sich großer Beliebtheit. Doch bislang unterstützt kaum eine Stereo-Anlage solche Dienste. Hier kommt das alte Smartphone ins Spiel: Es lässt sich mit einem Kabel mit 3,5-mm-Klinkenstecker ganz einfach an die Stereo-Anlage anschließen – so kann man die Songs aus der Cloud per WLAN auch über die heimische Anlage hören. Die Nutzer von Apples iTunes, so schreibt Andoid Welt, können sich dadurch unter Umständen sogar die Anschaffung der Basisstation AirPort Express sparen.

Einsatzmöglichkeit 2: Medienserver
Mit einer ausreichend großen Micro-SD-Speicherkarte kann ein gebrauchtes Smartphone die Rolle eines WLAN-Medienservers übernehmen, über den auch Musik, Fotos und Filme gespeichert und abgespielt werden. Android Welt: „Speziell bei vielen älteren, DLNA-zertifizierten TV-Geräten ersetzt das Smartphone so den PC, der sonst als Server zur Wiedergabe der Inhalte eigentlich immer laufen müsste.“

Einsatzmöglichkeit 3: Fernbedienung
Mit speziellen Remote-Apps kann ein Smartphone auch zur Fernbedienung von Fernseher, Bluray-Player, Web-Radio und anderen Geräten verwendet werden. Hier empfiehlt das Magazin, sich zur Inspiration auf den Webseiten der Hersteller von Unterhaltungs-Elektronik und in den App-Stores umzuschauen. Dort finden sich zum einen Hinweise, welche Geräte sich mit einer Remote-App steuern lassen, zum anderen Informationen, auf welchen Smartphones diese Apps laufen. Wenn’s nicht auf Anhieb funktioniert, hilft unter Umständen ein Firmware-Update.