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Ein rundes Jubiläum bei FanTV

FanTV

Eingefleischten FC-Fans ist der Sendetermin schon in Fleisch und Blut übergegangen: Jeden Donnerstagabend um 19.05 Uhr beginnt auf center.tv, dem Kölner Lokalfernsehen, eine neue Folge von „NetCologne FanTV – 1. FC Köln“. Kürzlich gab’s ein Jubiläum: Am 30. April wurde die 100. Sendung ausgestrahlt.

Alles Wichtige in 25 Minuten
FanTV bringt in 25 Minuten alles Wichtige (und auch nicht ganz so Wichtige), was in der vorausgegangenen Woche bei den Geißböcken (Foto unten: FC-Maskottchen Hennes VIII) passiert ist – von der Analyse der letzten Partie über Spieler-Interviews bis zu Porträts der Leute hinter den Kulissen. Das Magazin ist aktuell: Das Team besucht am Tag der Sendung das Training der Profis, um sich über die Form der Spieler und die zu erwartende Aufstellung für das folgende Wochenende zu informieren. Außerdem ist man selbstverständlich bei allen Pressekonferenzen dabei.

Hennes VIII83 Prozent der FC-Fans kennen die Sendung
Der Anteil der FC-Anhänger unter den derzeit rund 1,5 Millionen Menschen, die center.tv per Kabel empfangen können, dürfte beträchtlich sein. Und nach einer Umfrage von 2007 kennen 83 Prozent der Fans die Sendung, 53 Prozent schauen sie an und 22 Prozent laden sie sich aus dem Internet herunter.

Sendung ist auch im Internet abrufbar
Die Keimzelle von FanTV ist das „Stadionfernsehen“, das seit 2002 bei FC-Heimspielen über die Videowand im RheinEnergieStadion flimmert und online unter www.netcologne.de/fantv zu empfangen ist. Der Fernsehbetrieb über center.tv startete dann zu Beginn der Saison 2006/07, als der FC gerade mal wieder einen Neuaufbau in der 2. Liga in Angriff nahm.

Berichte aus dem Fußball-Oberhaus
Der heiße Wunsch der FanTV-Macher, sobald wie möglich über Erstligafußball berichten zu können, blieb im ersten Jahr unerfüllt: Die Geißböcke kamen über einen Platz im Mittelfeld der Tabelle nicht hinaus. Erst im Jahr drauf klappte es: In einem spannenden Finale mit Siegen gegen die Konkurrenten aus Mainz und Hoffenheim schaffte der FC den Wiederaufstieg. Und so können Moderator Tobias Ufer und seine Mitarbeiter in der laufenden Saison aus dem deutschen Fußball-Oberhaus berichten – und sie hoffen, dass dieser Zustand noch lange erhalten bleibt.

Seriöse Information statt Vereins-Tümelei
Tobias Ufer (Foto oben, links) hat sich inzwischen zum „Anchorman“ der Sendung entwickelt. Anders als in manch anderen Fan-Sendungen vermeidet er distanzlose Vereins-Tümelei, sondern setzt auf seriöse und professionelle Information. Das honorieren nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Kollegen: Im vergangenen Jahr verlieh ihm eine Fachjury den „Metropolitan“-Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Moderation“. Die Laudatio zeigte, dass die Juroren genau wussten, in welchem Spannungsfeld Ufer sich bewegt. „Den 1. FC Köln zu lieben und dennoch kritischen Abstand zu wahren“, hieß es dort anerkennend, „das ist ein echtes Kunststück.“