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Eichhörnchenartige Datensammelwut

Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung machen es heute möglich, immer mehr Informationen zu speichern und verfügbar zu machen. Allerdings gibt’s ein Problem: Diese Speichermöglichkeiten werden auch genutzt – und sie erzeugen regelrechte Datengebirge. Darauf weist eco, der Verband der Internetwirtschaft, hin.

Eine 2 mit 21 Nullen
Anfang 2013 lag das weltweit gespeicherte Datenvolumen bei über zwei Zettabyte. Eine harmlos wirkende Zahl, die weitaus ehrfurchtgebietender aussähe, wenn man sie ausschriebe: eine 2 mit 21 Nullen. Doch die zwei Zettabyte sind, wenn man dem Internetverband eco glaubt, sowieso nur der Anfang. „Durch die eichhörnchenartige Sammelwut der Menschen, potenziert durch die allgegenwärtige Digitalisierung, wird sich die weltweite Datenmenge alle zwei Jahre verdoppeln“, prophezeit Dr. Béla Waldhauser, Leiter der Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur im eco-Verband. Er sieht bereits „Datenberge in Fantastilliardenhöhe“ entstehen.

IPv6 beschleunigt den Trend
Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht in Sicht – im Gegenteil: Die Einführung des Internet Protocol v6 (IPv6) wird, so vermutet Waldhauser, die Datenbestände weiter wachsen lassen. Mit IPv6 ließe sich theoretisch jedem Insekt auf der Erde eine eigene Internetadresse zuweisen. „Stattdessen werden es Haushaltsgeräte, Ersatzteile, Kleidungsstücke oder Nahrungsmittel sein, die über kurz oder lang mit einer IP-Adresse versehen und ans globale Datennetz angeschlossen werden.“

Noch mehr Daten im Internet der Dinge
In diesem „Internet der Dinge“ könnten Geräte, Verpackungen oder Etiketten, die mit Chips und Sensoren ausgestattet seien, direkt online miteinander kommunizieren. Und dies, so Waldhauser, werde die Datenbestände in Größenordnungen treiben, „für die wir heute noch nicht einmal Begriffe haben“.