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DigitalNetCologne: Wirtschaftsfaktor
Gigabit

100 Millionen Euro für die Glasfaserinfrastruktur in Köln hat NetCologne vor nur wenigen Monaten zugesichert. Gegenwärtig läuft der Ausbau bereits auf Hochtouren – auch in den Gewerbegebieten. Die dort ansässigen Unternehmen profitieren in Zeiten des digitalen Wandels von diesem Wettbewerbsvorteil.

Jeder will es, nicht alle bekommen es. Die Rede ist von schnellem Internet. Unumstritten mittlerweile: Für die Zukunftsfähigkeit eines Landes ist Breitband ebenso wichtig wie Strom oder Straßen. Darauf verweist eine aktuelle Untersuchung der WIKConsult im Auftrag der Deutschen Industrie und Handelskammern (DIHK), veröffentlicht im August 2017. Es sei belegt, „dass sich die Verfügbarkeit und Nutzung von leistungsfähigen Breitbandzugängen positiv auf volkwirtschaftliche Größen wie BIP-Wachstum, Produktivität und Beschäftigung auswirken“.

KÖLN AUF ZUKUNFTSKURS

DIHK-Präsident Eric Schweitzer mahnte daraufhin: „Deutschland muss beim Glasfaserausbau dringend aufholen.“ Köln tut es – nicht nur für Privathaushalte, sondern auch in Gewerbegebieten. Im Zuge der 100-Millionen-Euro-Offensive DigitalNetCologne hat NetCologne die Marschroute ausgegeben: „Da wo Gewerbe ist, wollen wir hin.“ Auf einer aktuellen Ausbaukarte zeigt Alexander Mehler, Vertriebsleiter Mittelstand Geschäftskunden: NetCologne ist im Kölner Stadtgebiet fast flächendeckend mit eigenem Glasfasernetz vertreten. Um die Lichtwellenleiter bis in die Keller der Firmengebäude zu bringen, wird bis Ende des Jahres weiter gegraben. Aus FTTC (Fibre to the Curb) wird FTTB (Fibre to the Building). „Damit machen wir die Kölner Wirtschaft fit für die Zukunft“, so Mehler.

MEGATREND CLOUD COMPUTING

Und die wird sich in der Cloud abspielen – zumindest was die IT angeht. Bis 2021 laufen 90 Prozent aller Unternehmensapplikationen im Rechenzentrum, prognostizieren die ITKSpezialisten von IDC. Für die Auslagerung der
IT-Infrastruktur gibt es viele gute Gründe, Sicherheit und Skalierbarkeit etwa. Beides ist für mittelständische Unternehmen in den eigenen Räumlichkeiten häufig nicht darstellbar. Eine eigene IT könne sich sogar als Flaschenhals und Wachstumsverhinderer entpuppen, so die IDC-Auguren. Warum Unternehmen mit Glasfaser auch deshalb Wettbewerbsvorteile haben, erklärt Vertriebsleiter Alexander Mehler: „Cloud-Dienste funktionieren nur mit einer schnellen Anbindung.“ Quasi in Echtzeit beinahe ohne Latenz (Verzögerungen) müssen die Anwendungen aus dem Rechenzentrum bereitstehen. Je datenintensiver die Anwendung, desto höher die nötige  Bandbreite. „Prinzipiell können wir bis zu 10 Gbit/s realisieren“, so Vertriebsleiter Mehler. Am häufigsten nachgefragt werden derzeit 100 Mbit/s. Für spezielle professionelle Anwendungen sind symmetrische Bandbreiten sinnvoll – zum Beispiel E-Commerce, Big Data, VPN, Videokommunikation oder E-Health.

STANDORT STÄRKEN

Eine hochleistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist heute ein zentraler Standortfaktor. Heißt im Umkehrschluss: Wer in absehbarer Zeit keinen Anschluss an die Zukunft bekommt, wandert ab. Oder siedelt sich in Köln an. So stellt die eingangs zitierte Studie fest, dass der Glasfaserausbau in Deutschland maßgeblich durch alternative Anbieter erfolgt und nennt konkret NetCologne, M-net und wilhelm.tel. Diese drei seien die ausbauenden Unternehmen mit der höchsten Zahl an Glasfaser-Anschlüssen.