Drucken

Die Mitmach-Plattform

ALFONS

NetCologne engagiert sich zusammen mit anderen Partnern in dem europäischen Forschungsprojekt Citizenmedia. Untersuchungsgegenstand sind Internetauftritte, deren Inhalte von den Nutzern mitgestaltet werden, ähnlich dem bekannten Videoportal YouTube.

Orange Trainingsjacke, großes Puschelmikrofon und starker französischer Akzent. Das ist ALFONS, der charmante Franzose der ARD. Bekannt wurde ALFONS durch seine absurden Fragen, mit denen er ahnungslose Passanten auf der Straße konfrontiert. Der von einer urkomisch penetranten Distanzlosigkeit beseelte Reporter ist nicht nur im Fernsehen, sondern auch unter den Internetadressen www.kabadada.de und www.kabadu.de zu sehen. Doch nicht nur er. Neben ihm präsentieren sich Kabarettgrößen wie Moritz Netenjakob und zahlreiche weitere bekannte und weniger bekannte Profis und Amateure.

Plattform für Kabarettisten
Entwickelt wurde die Plattform für das EU-Forschungsprojekt Citizenmedia von der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM). In Deutschland ist es die erste Kabarett-Plattform mit Audio- und Video-Beiträgen. Profi- und Amateur-Künstler sollen die Möglichkeit bekommen, neue Vernetzungen aufzubauen, die bisher so nicht bestanden. „Es wäre beachtlich“, sagt KHM-Projektleiter Rüdiger Berg, „wenn beispielsweise ein Amateur wegen seiner guten Präsentation auf der Internetseite plötzlich von Veranstaltern gebucht würde oder in die Liga der Profis aufstiege – möglich ist alles.“ Neu bei kabadada/kabadu ist vor allem die Mischung von professionellen Inhalten mit Amateur-Präsentationen auf einer Plattform.

Betreiber erforschen Möglichkeiten
Was daraus entstehen kann und welche Möglichkeiten sich für Nutzer, aber auch Betreiber solcher Seiten ergeben können, ist Bestandteil des Forschungsprojektes. NetCologne arbeitet dabei eng mit der KHM, dem Rechenzentrum der Universität zu Köln sowie dem Fraunhofer-Institut (IAIS, St. Augustin) zusammen. Das Unternehmen stellt nicht nur schnelle Gigabit-Leitungen, sondern untersucht auch, welche Geschäftsmodelle sinnvoll und möglich wären.

Nutzer steht im Zentrum
Eine zentrale Rolle spielen die Nutzer der Plattform. „Es wäre schön, wenn wir erreichen könnten“, so Berg, „dass nicht nur möglichst viele Besucher auf die Seite gehen und sich die Beiträge anschauen. Vielmehr sollten auch talentierte Hobby-Kabarettisten, Comedians, Talente usw. ihre eigenen Beiträge auf die ‚kabadu’-Hälfte der Plattform hochladen und somit ALFONS und anderen Konkurrenz machen.“