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Deutschland auf der Überholspur

Überholspur

Deutschland mag das Land der Dichter und Denker sein, doch was den kompetenten Umgang mit dem Internet betrifft, ist Deutschland bisher eher Mittelmaß. Die vergleichsweise geringe Zahl an Computern und Internetzugängen in der Bevölkerung, die mangelhafte Vermittlung von Computerkenntnissen in der Schule oder die spärlichen Online-Angebote von Behörden sprechen Bände. Doch laut einer Studie des US-Konzerns IBM und des Marktforschungsunternehmens Economist Intelligence Unit hat Deutschland in den letzten zwölf Monaten aufgeholt.

Infrastruktur verbessert
Im IT-Ranking bedeutet das Platz 14 anstatt Platz 19 unter den 70 untersuchten Industrienationen. Faktoren für diese Verbesserung waren beispielsweise die sinkenden Preise für schnelle DSL-Leitungen und die bessere mobile Internetversorgung via UMTS-Funkmasten. Doch laut Studie sind nur spärliche 51 Prozent aller Deutschen online und nur 22, 7 Prozent besitzen einen schnellen DSL-Zugang. In der Schweiz sind das beispielsweise schon 32 Prozent.

NetCologne-Kunden sind gut versorgt
NetCologne-Kunden scheinen da einerseits technikbegeisterter, andererseits aber auch besser versorgt: Gut 90 Prozent der NetCologne-Kunden gehen mit einem Highspeed-Anschluss (via DSL oder TV-Kabel) ins Internet und profitieren dabei von den günstigen Flatrate-Angeboten ihres Providers.

Verbesserungsbedarf erkannt
Großer Beliebtheit erfreut sich hierzulande der Handel über das Internet (E-Commerce). Doch vergleichsweise wenig Geld wird in Computer und Zubehör gesteckt: Umgerechnet 1991 Euro im Jahr stecken US-Amerikaner – die das Ranking übrigens anführen – pro Kopf in neue Technik, während die Deutschen gerade mal 1001 Euro dafür ausgeben. Wenig vertraut ist ihnen auch der Umgang mit neuen Technologien und Geräten. Aufholbedarf besteht außerdem im Bereich E-Government, dem Online-Angebot deutscher Behörden.