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Den neuen Job sucht man heute online

Stellenanzeige

Job-Portale im Internet sind mittlerweile für Stellensuchende die unbestrittene Informationsquelle Nummer 1. Das bestätigt eine aktuelle Untersuchung – und erklärt außerdem, warum die Nutzung dieser Seiten dennoch im vergangenen Jahr zurückging.

70 Prozent suchen in Jobportalen
Die meistgenutzte Informationsquelle bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind heute die Jobportale im Internet: 70 Prozent aller  Stellensuchenden in Deutschland greifen darauf zu, nur 39 Prozent recherchieren in Printmedien, 38 Prozent auf Unternehmens-Homepages. Das ergab eine aktuelle Untersuchung der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie des Online-Jobportals Monster.de, für die das Verhalten von 10.000 Stellensuchenden und Karriereinteressierten erfasst wurde.

Auch redaktionelle Beiträge werden gelesen
Die Stellensuchenden verschaffen sich über das Netz nicht nur einen Überblick über vakante Positionen, sondern nutzen auch die redaktionellen Inhalte der Portale, etwa Bewerbungstipps oder Experten-Beiträge. „Die Studie zeigt, dass für die Umfrageteilnehmer Internet-Stellenbörsen die Informationsquelle Nummer 1 sind“, sagte Professor Dr. Tim Weitzel von der Uni Bamberg. „Mehr als die Häfte der Befragten sieht eine hohe bis sehr hohe Chance, über Internet-Stellenbörsen tatsächlich einen neuen Job zu finden.“

Persönliche Netzwerke bieten Chancen
Doch parallel dazu werden bei der Jobsuche nach wie vor auch andere Wege beschritten. Neben der Suche in den Stellenanzeigen von Zeitungen und auf Unternehmens-Homepages setzen die Deutschen vor allem auf das persönliche Netzwerk von Freunden und Verwandten. Vier von zehn Befragten waren zuversichtlich, durch Empfehlungen von Bekannten eine neue Stelle zu finden.

Geringere Nutzung in 2008
Insgesamt wurden 2008 alle Informationsquellen zu Jobsuche und Karriereplanung weniger stark in Anspruch genommen als in den Jahren zuvor. Dies lag an der besseren Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Die Bewerber fanden schneller einen neuen Arbeitgeber, mussten weniger Zeit für die Recherche aufwenden“, erklärt Marco Bertoli, Chef von Monster Central Europa. „Allerdings dürfte sich diese Tendenz in wirtschaftlich angespannteren Zeiten wieder umkehren.“