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Das Mir-passiert-schon-nichts-Syndrom

Spam-web

Die meisten Internet-User wissen inzwischen, dass durch Spam-Mails oft Computer-Viren und andere Schadprogramme übertragen werden. Trotzdem hat schon jeder Zweite mal Spam angeklickt, geöffnet, weitergeleitet oder beantwortet – und riskiert, seinen Rechner mit einem digitalen Schädling zu infizieren.

Junge User oft unvorsichtig
Das ergab eine Umfrage unter 3.500 Internetnutzern in den USA und fünf weiteren Staaten, darunter auch Deutschland. Erstellt wurde sie von der US-Organisation MAAWG (Messaging Anti-Abuse Working Group). Vor allem junge Internetnutzer halten sich zwar für besonders sicherheitsbewusst, gehen aber bei Spam Risiken ein.

Absichtliche Klicks auf Spam
Gut die Hälfte derjenigen, die schon einmal Spam geöffnet haben, tat dies absichtlich: Einige wollten sich beim Absender beschweren oder abmelden, manche waren nur gespannt darauf, was passieren würde, wieder andere waren an dem angepriesenen Produkt tatsächlich interessiert.

„Man liefert den Rechner Kriminellen aus“
Ein folgenreicher Fehler, sagt Michael O’Reirdan von MAAWG: „Wer auf Spam antwortet oder auf Links in unerwünschten E-Mails klickt, setzt sich der Gefahr von Betrug aus. Oder er liefert seinen Computer Kriminellen aus, die ihn missbrauchen, um weiter Spam zu verschicken, Viren zu verbreiten oder Cyber-Angriffe zu starten.“