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Browser zeigen Sicherheitsmängel

Computerbild hat die derzeit beliebtesten und am weitesten verbreiteten Internet-Browser unter die Lupe genommen. Das Fazit fällt zwiespältig aus: Zwar bekamen alle Browser bei Bedienkomfort, Funktionsumfang und Schnelligkeit gute Noten – doch bei der Sicherheit gibt es nach wie vor gravierende Mängel.

Besonders viel genutzte Programme
Der eine schwört auf den Firefox, der andere auf den Explorer. Wer’s eilig hat, bevorzugt den Chrome. Und Apple-User lassen nichts auf ihren Safari kommen – die Rede ist von Browsern, ohne die kein Internet-User sich im Web bewegen könnte. Und die daher zu den am häufigsten genutzten Programmen zählen.

Chrome ist am schnellsten
Die Fachzeitschrift Computerbild hat kürzlich die vier oben erwähnten Browser unter die Lupe genommen und bewertet. Verglichen wurden die Versionen Microsoft Internet Explorer 10, Mozilla Firefox 19, Google Chrome 25 sowie Apple Safari 5. Alle wurden über mehrere Wochen unter Windows 7 getestet. Bei Bedienkomfort und Funktionsumfang fanden die Tester keine gravierenden Unterschiede. Beim Punkt Schnelligkeit setzte sich der Chrome durch, gefolgt vom Firefox, dem Explorer und dem Safari.

Aussetzer bei Phishing-Attacken
Nachholbedarf herrscht hingegen weiterhin beim Thema Sicherheit. Die Untersuchung bestätigte die Aussage von Dr. Thilo Weichert, dem Datenschutzbeauftragten von Schleswig-Holstein: „Die aktuellen Browser sind immer noch ein Einfallstor für gefährliche Angriffe auf den eigenen Computer.“ Zwar schafften alle Browser es, Webseiten mit Schädlingen zu blockieren. Doch bei Phishing-Seiten erlaubten sich Chrome, Safari und Firefox einige Aussetzer. Am besten schlug sich der Explorer, der ein Drittel der Angriffe abblockte.

Ohne Sicherheits-Software geht es nicht
Patzer gab’s auch bei der Erkennung von infizierten Downloads: Safari und Firefox erkannten nur ein Zehntel der Bedrohungen, Explorer und Chrome immerhin die Hälfte. Dennoch bleibt das Fazit: Auf die Browser sollte man sich in puncto Surfsicherheit nicht verlassen – ohne ein aktuelles Internet-Schutzpaket geht es nicht.