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Beruflich oder privat?

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Es ist heute nicht ungewöhnlich, wenn Privathandys oder Laptops im Job eingesetzt oder umgekehrt betriebliche Geräte auch privat genutzt werden. Grundsätzlich ist das kein Problem – allerdings, so rät das IT-Magazin „iX“, sollte man bei einer solchen Doppelnutzung einige Dinge beachten.

Technisch und rechtlich brisant
Denn unter Umständen können bei einer Doppelnutzung heikle Konfliktsituationen entstehen: Dies betrifft zum einen technische Aspekte wie Datenübertragung, -zugriff und -sicherung. Auf der anderen Seite geht es aber auch um steuer-, lizenz- und arbeitsrechtliche Fragen. Werden hier keine klaren Absprachen getroffen, kann es sogar zu juristischen Auseinandersetzungen kommen (etwa bei der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses). Auf der sicheren Seite ist man, wenn man die Nutzung der Geräte eindeutig vertraglich oder technisch regelt.

Fall 1: Private Geräte für den Job nutzen
Bei einer beruflichen Nutzung seines Privathandys, Computers oder anderer IT-Geräte kann der Arbeitnehmer für jeden Monat eine Pauschale von der Steuer absetzen. Ausschlaggebend dabei ist, dass diese berufliche Nutzung „in erheblichem Umfang“ stattfindet. Am unproblematischsten lässt sich dies mit einer entsprechenden schriftlichen Bestätigung des Arbeitgebers nachweisen. Die Alternative ist etwas mühselig: Bei einem Rechner beispielsweise muss man drei Monate lang die Nutzung detailliert dokumentieren. Beim Telefon oder Handy lässt sich dies mit einem Einzelverbindungsnachweis für alle ein- und ausgehenden Gespräche erledigen.

Fall 2: Betriebliche Geräte privat nutzen
Im umgekehrten Fall, der privaten Nutzung eines betrieblichen Geräts, empfiehlt iX den Einsatz technischer Maßnahmen, um eine klare und saubere Trennung zu bekommen. So gibt es beispielsweise für Handys und Smartphones Produkte, die auf einem Gerät virtuell zwei getrennte Konten einrichten – eins für Privates, ein weiteres für den Job. Wechseln kann man zwischen beiden Konten durch die Eingabe der passenden PIN. Auch auf Laptops können verschiedene Benutzerkonten eingerichtet werden, hier lässt sich sogar ein zweites Betriebssystem installieren. Eine vollständige Trennung von privaten und beruflichen Daten erreicht man am besten durch den Einsatz zweier getrennter Festplatten.