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Angstmacher im Netz

Die Gilde der Online-Gauner entwickelt ständig neue Methoden, um unvorsichtige User abzuzocken. Schutz bieten Virenscanner und Anti-Spy-Software, die man im Netz herunterladen kann. Doch Augen auf: Manchmal nutzen die Gauner gerade diese Programme für ihre Attacken.

Schädlinge, die gar nicht existieren
Die sogenannte „Scareware“ – abgeleitet vom Verb to scare (= erschrecken) – ist eine besonders raffinierte Abzockmethode. Sie funktioniert so: Gauner bieten im Netz auf täuschend echt und durchaus seriös wirkenden Seiten Virenscanner oder Anti-Spionage-Programme zum kostenlosen Download an. Doch in Wirklichkeit sollen diese durch die Anzeige von Schädlingen (die tatsächlich gar nicht existieren) Angst verbreiten.

Anzeigen verschwinden prompt wieder
Der User soll dazu gebracht werden, ein in der Scareware beworbenes – und natürlich kostenpflichtiges – Programm zu kaufen, um seinen scheinbar verseuchten Rechner zu säubern. Sobald er dieses installiert, verschwinden die beunruhigenden Anzeigen prompt. Es scheint, als habe das Programm seine Aufgabe erfüllt. Doch tatsächlich ist es meist völlig nutzlos und vermittelt zudem ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. In einer noch fieseren Variante wird der User durch die Scareware dazu verleitet, an seinem Rechner scheinbare Abwehrmaßnahmen zu ergreifen, die in Wirklichkeit erst einen Hackerangriff auf seinen PC ermöglichen.

Auf vertrauenswürdige Quellen achten
Das Problem bei Scareware ist, dass sie optisch oft nur schwer von seriöser Software zu unterscheiden ist. Da hilft nur besondere Vorsicht bei der Auswahl der Download-Quelle: Achten Sie auf vertrauenswürdige Seiten, etwa die Portale renommierter Hersteller oder bekannter Computermagazine. Hier sitzen in der Regel Fachleute, die über das nötige Know-how verfügen, um sinnvolle von nutzlosen Programmen zu unterscheiden.