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„Andere Wahrnehmung der
Wirklichkeit“

Auf der Suche nach „Mr. oder Mrs. Right“ setzen viele Singles, die es nicht bleiben wollen, auf das Internet, wo viele Partnerbörsen oder -vermittlungen ihre Dienste anbieten. Doch man sollte aufpassen, warnt die Computerzeitschrift „c’t“, denn auch hier besteht die Gefahr, dreist abgezockt zu werden.

Mit kostenlosen Probezeiten gelockt
So müsse man sich klarmachen, dass sich der Wunsch der Kunden (schnell und möglichst preiswert einen Partner zu finden) und das Geschäftsziel der Börse (zahlende Kunden möglichst lange an sich zu binden) nicht gerade entsprächen. Oft würden Nutzer mit scheinbar kostenfreien Probezeiten gelockt, die letztlich auf eine lange und teure Mitgliedschaft hinausliefen.

Wenig Transparenz bei Preisen
Zudem könne man vor der Anmeldung kaum ermitteln, was eine Mitgliedschaft überhaupt koste. Im Test erfüllte nur eine von insgesamt 14 Online-Partnerbörsen die Kriterien von c’t nach einer komplett kostenlosen Probephase mit allen Funktionen, einem öffentlich einsehbaren Preismodell und dem Verzicht auf automatische Verlängerung.

Traumpartner schon vor Profileinstellung
Viele der Tricks, so vermutet die Zeitschrift, funktionieren jedoch nur, weil mancher im Web offenbar eine andere Wahrnehmung der Wirklichkeit hat als im realen Leben. „Wenn bereits“, so c’t-Redakteur Sascha Steinhoff, „kurz nach dem Registrieren auffallend viele potenzielle Traumpartner Interesse zeigen, noch bevor ein Profilbild oder persönliche Angaben existieren – dann sollte man misstrauisch werden.“