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240 DVDs in der Sekunde übertragen

Wissenschaftler des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts in Berlin haben einen neuen Weltrekord aufgestellt: Anfang März gelang es ihnen, per Glasfaser eine Datenübertragungsrate von 10,2 Tbit/s (steht für: Terabit pro Sekunde) zu erreichen. Dies entspricht der Datenmenge von 240 DVDs in einer Sekunde.

Weltrekord deutlich verbessert
Bei dem neuen Weltrekord – der alte hatte bei 2,56 Tbit/s gestanden – arbeitete das Institut mit der Technischen Universität in Kopenhagen zusammen. Die sogenannte „serielle Datenrate“ von 10,2 Tbit/s wurde über eine Glasfaserstrecke von 29 Kilometern Länge erreicht.

Schnelleres Pulsieren der Lichblitze
Möglich wurde die enorme Steigerung, indem man die Lichtblitze, die die Daten in der Glasfaser übertragen, sehr viel schneller und mit geringerer Pause an- und ausschaltete. Diese „Pulswiederholrate“ war etwa 32 Mal schneller als bei derzeitigen 40 Gbit/s-Übertragungssystemen. Darüber hinaus schafften es die Forscher, die Anzahl der pro Lichtblitz übertragenen Informationen etwa auf das Vierfache dessen zu steigern, was derzeit transportiert wird.

Bessere Nutzung bestehender Glasfaserstrecken
Ziel des Versuchs war jedoch nicht der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Es ging den Wissenschaftlern in Berlin und Kopenhagen um ein viel wichtigeres Thema: Der jährliche Verkehr in den Telekommunikationsnetzen, so erklärten sie, steige pro Jahr um etwa 50 Prozent. Und um vor diesem Hintergrund dauerhaft moderne Dienste und hochauflösende Videoübertragungen gewährleisten zu können, sei zu einen der Ausbau der Glasfasernetze nötig – zum anderen aber auch eine bessere Nutzung der vorhandenen Glasfaserstrecken.