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100 Prozent Ökostrom und Abbau von
Alttechnik

 

In diesem Jahr stellte NetCologne seine drei Rechen­zentren, die Unternehmenszentrale sowie alle Switch-Standorte auf zertifizierten Ökostrom um – und das zu 100 Prozent. Das war eine der ersten großen Maßnahmen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Die Umstellung der weiteren technischen Standorte des Unternehmens folgen 2021.

Die sukzessive Ersetzung von 40 000 kundenseitigen Endgeräten durch neue Technologien birgt ein Stromsparpotenzial von 20 Prozent

„Als lokales Unternehmen und Teil der Stadtwerke Köln wollen wir gemeinsam den CO2-Ausstoß der Stadt von jährlich aktuell 10 Millionen Tonnen bis 2030 auf sechs Millionen Tonnen reduzieren“, sagt Patricia Hohendorf. Die Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation von NetCologne gehört wie ihr Kollege Rainer Wick, Abteilungsleiter Einkauf, zum Nachhaltigkeitsboard des Unternehmens.

Alle zwei Wochen trifft sich das achtköpfige Arbeitsteam, um seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter voranzutreiben. „Im ersten Schritt setzten wir uns mit den wichtigsten UN-Zielen auseinander und schnitten diese auf unser Unternehmen zu“, erklärt Rainer Wick.

Daraus definierte das Team mehrere Leuchtturmprojekte, zu denen die 100-prozentige Umstellung auf Ökostrom, Abbau von Alttechnik, Bereitstellung von E-Ladestationen, Optimierung der Müllentsorgung sowie die Anpassung der internen Büroausstattung und Arbeitsmittel zählen.

Neben der Umstellung auf Ökostrom sollen allein 40 000 Endgeräte, die Glasfasersignale in die Wohnungen von Kunden übertragen, sukzessive durch neue Technologien ersetzt werden, wodurch beim Gesamtverbrauch 20 Prozent Strom gespart werden kann. Auch die Vermittlungstechnik für das Fernsprechnetz, die sogenannten S12-Schaltzentralen, von denen NetCologne fünf unterhält, werden etappenweise mit neuen Technologien bestückt. Die Abschaltung der ersten S12-Anlage mit Alttechnik sorgte dafür, dass ca. 400 000 kWh/Jahr eingespart werden.

Aber auch die Ausstattung des Unternehmens wird nach ökologischen und ressourcensparenden Gesichtspunkten schrittweise verändert. „Wir werden unsere Fahrzeugflotte mit E-Fahrzeugen aufstocken und dafür eigene Ladestellen schaffen“, sagt Rainer Wick. Ebenso werden das Büromateriallager und die Poststelle ökologischer. „Wir kaufen nur noch Produkte ein, die nachweislich nachhaltig produziert werden, wie Fair-Trade-Kaffee oder Kugelschreiber aus nachhaltiger Holzproduktion“, erläutert Patricia Hohendorf.

„Unsere Lieferanten haben wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir nur noch umweltfreundliche Verpackungen akzeptieren“, sagt Rainer Wick.

Das Recycling von Endgeräten für Kunden wie WLAN- Router ist für NetCologne zukünftig eine Option. „Wir wollen zirkuläre Kreisläufe schaffen und denken auch darüber nach, unseren Kunden Preisnachlässe für die Nutzung nachhaltiger Geräte anzubieten“, berichtet Patricia Hohendorf.