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1. FC Köln: Kurze Wege sind von Vorteil

Markenbildung durch die Nähe zu Fans, Partnern und Medien spielt für den Erfolg des 1. FC Köln eine große Rolle – wirtschaftlich wie sportlich. Die technischen Plattformen hierfür sind zunehmend digital. Im Interview sprachen wir darüber mit Geschäftsführer Alexander Wehrle und IT-Leiter Dominic Theißen.

NETKOMPAKT: Den „effzeh“ muss man in Köln nicht vorstellen, der Verein ist in der Stadt und der Region omnipräsent. Kann man dennoch feststellen, dass die zahlreichen digitalen Formate, die Sie bespielen, den Hype um den Verein noch vergrößert haben?

Alexander Wehrle: Den Hype vergrößert, das würde ich nicht sagen. Aber sicher hat dieser Kontakt und die Kommunikation, die wir über verschiedenste Kanäle pflegen, sehr positiv zur Markenbildung beigetragen, auch durch Zeiten hindurch, in denen wir sportlich nicht so erfolgreich waren.

NETKOMPAKT: Ein herausragendes Beispiel für gelungene Onlinekommunikation ist das Portal FC-Connect. Wie wichtig ist das Thema Online in Ihrer gesamten seite3_3Kommunikationsstrategie?

Alexander Wehrle: Es ist extrem wichtig, über die digitalen Möglichkeiten den Kontakt zu den Fans zu suchen und zu pflegen. Wir wollen die Fans, aber auch Partner und Medien, da erreichen, wo sie sind. Und sie sind online. Da geht es um Kommunikation, um Emotionen, aber natürlich auch um das Heben und Steigern von Umsatzpotenzialen. Auch die Vermarktung ist ja zunehmend ein digitales Thema, unsere Partner haben bei uns da viele innovative Möglichkeiten.

NETKOMPAKT: Website, Online-Ticket-Shop, Social Media, NetCologne FC-TV, Apps… Angesichts der umfangreichen digitalen Angebote müssen Sie sich auf eine funktionierende Telekommunikation und IT verlassen können. Worauf legen Sie besonderen Wert?

Dominic Theißen: Ein enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, Datensicherheit, Schnelligkeit und ein hervorragender Service für alle Anwender sind die Grundlage dafür, dass wir unsere digitalen Angebote steuern können.

NETKOMPAKT: 1. FC Köln und NetCologne – das passt. Arbeiten Sie bewusst mit lokalen Partnern und Dienstleistern zusammen?

Alexander Wehrle: Partner und Dienstleister müssen zu uns passen – und umgekehrt. Daraus ergibt sich fast zwangsläufig, dass nicht alle, aber doch viele unserer wichtigen Partner aus der Region kommen.

Dominic Theißen: Im Fall der NetCologne kommt hinzu, dass wir Projekte wie den WLAN-Ausbau im Stadion oder kurzfristige Probleme sehr einfach und direkt umsetzen beziehungsweise lösen können. Im Wortsinne kurze Wege sind auch im digitalen Zeitalter von Vorteil.

NETKOMPAKT: Sie haben sich auch in Sachen Data Center für NetCologne entschieden. Welche Rechenzentrumleistungen nehmen Sie in Anspruch?

seite3_2Dominic Theißen: Bei der Umstrukturierung unserer internen IT haben wir klassische Data-Center-Themen wie Housing und LAN mit der NetCologne umgesetzt. An unserem Projekt ist besonders, dass wir die gesamte IT-Hardware bis zur Virtualisierungsebene durch die NetCologne-Tochter Haubner IT betreiben lassen. Das gibt uns die nötigen Ressourcen, um interne Projekt – zum Beispiel in der Digitalisierung – schneller voranzutreiben.

NETKOMPAKT: Was wünschen Sie sich für das kommende Jahr?

Alexander Wehrle: Ich wünsche mir, dass wir als Club bei der Digitalisierung weiter vorankommen. Und da wir das sowohl intern als auch mit unseren Partnern selbst in der Hand haben, bin ich sicher, dass dieser Wunsch – im Gegensatz zu vielen anderen, die man so hat – auch wahr wird.

 fc-koeln.de